ICC genehmigt 2026-Schiedsregeln für alle neuen Verfahren ab Juni 2026
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Kurzfassung
- Die International Chamber of Commerce hat ihre neuen 2026 Arbitration Rules genehmigt.
- Die 2026 Rules gelten für alle ab dem 1. Juni 2026 eingereichten Schiedsanträge - unabhängig vom Datum der Vertragsunterzeichnung.
- Zu den Schwerpunkten zählen mehr Effizienz, größere Klarheit und weiterhin verfahrensrechtliche Flexibilität.
- Der vollständige Text und weitere Hinweise werden von der ICC veröffentlicht, bevor die Regeln in Kraft treten.
Überblick
Die International Chamber of Commerce (ICC) teilte im April 2026 mit, dass ihre überarbeiteten Arbitration Rules am 1. Juni 2026 in Kraft treten. Die Regeln gelten für alle ab diesem Datum eingereichten ICC-Schiedsverfahren - unabhängig davon, wann der zugrunde liegende Vertrag unterzeichnet wurde.
Damit ist dies die erste Überarbeitung seit 2021. Ziel ist es, den Nutzern des ICC-Schiedssystems mehr Effizienz, Klarheit und verfahrensrechtliche Flexibilität zu bieten.
Was passiert ist
Im April 2026 genehmigte die ICC eine neue Fassung ihrer Arbitration Rules, die am 1. Juni 2026 in Kraft treten soll.
Die 2026 Arbitration Rules gelten für alle ab dem 1. Juni 2026 eingeleiteten Schiedsverfahren - unabhängig davon, wann der Vertrag, der mit dem Streit im Zusammenhang steht, unterzeichnet wurde.
Nach Angaben in vorläufigen Mitteilungen der ICC liegen die wesentlichen Schwerpunkte der Überarbeitung auf einer erhöhten verfahrensrechtlichen Effizienz, der Klarheit der Regeln sowie der Beibehaltung von Flexibilität für die Parteien - insbesondere bei der Auswahl der Schiedsrichter und der Anpassung des Verfahrens.
Der vollständige Text der 2026 Arbitration Rules wird in den kommenden Wochen veröffentlicht; außerdem soll es betriebliche Hinweise für Praktiker sowie aktualisierte Muster-Schiedsklauseln geben.
Kontext
Die vorige Überarbeitung der ICC Arbitration Rules erfolgte im Jahr 2021. Die Nutzung von ICC-Schiedsverfahren bleibt robust: Für 2025 werden 881 neue Fälle gemeldet und der Gesamtwert der anhängigen Streitigkeiten liegt bei rund 299 Milliarden US-Dollar.
Eine aktuelle Umfrage zeigte, dass die ICC Rules der am weitesten verbreitete globale Standard unter mehr als 60 Schiedsverfahrens-Regelwerken sind.
Wie bei früheren Aktualisierungen soll die bevorstehende Überarbeitung auf die sich wandelnden Bedürfnisse von Unternehmen, Staaten und öffentlichen Einrichtungen eingehen, die an internationalen Streitigkeiten beteiligt sind.
Warum es wichtig ist
- Parteien, die derzeit Verträge verhandeln, in denen ICC-Schiedsklauseln genannt sind, sollten bedenken, dass für Streitigkeiten, die nach dem 1. Juni 2026 eingereicht werden, die neuen Regeln gelten.
- Für bestehende langfristige Verträge mit ICC-Schiedsklauseln ist diese Aktualisierung eine Gelegenheit, den Wortlaut der Klauseln zu überprüfen und zu präzisieren, um verfahrensrechtliche Einwände in künftigen Schiedsverfahren zu vermeiden.
- Eine rechtzeitige Kenntnis dieser Änderungen kann es Beratern und Parteien erleichtern, in der kommenden Phase strategische Entscheidungen zur Planung der Streitbeilegung zu treffen.
