Richtergruppe des High Court Delhi spricht Unklarheiten in § 34 des indischen Schiedsverfahrensgesetzes an
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Kurzfassung
- Richter C Hari Shankar bezeichnete § 34 des Schiedsverfahrensgesetzes als schlecht formuliert und forderte Klarstellung.
- Die Bedeutung des Begriffs "fundamental policy of Indian law" bleibe trotz Entscheidungen des Supreme Court unklar.
- Gefordert wurde entweder eine gerichtliche oder eine gesetzgeberische Erklärung, um die Unsicherheit zu beseitigen.
- Es wurden Bedenken geäußert, dass sich "fundamental policy" und "patent illegality" bei der Anfechtung von Schiedssprüchen überlagern.
Überblick
Bei einer Veranstaltung am High Court Delhi kritisierte Richter C Hari Shankar § 34 des Arbitration and Conciliation Act 1996 wegen mehrdeutiger Formulierungen, insbesondere hinsichtlich des Ausdrucks "fundamental policy of Indian law" als Grundlage für die Aufhebung schiedsrichterlicher Entscheidungen. Das Gremium rief zu einer klareren Definition oder Erläuterung auf und verwies auf anhaltende Herausforderungen sowie Unsicherheiten bei der Auslegung dieser Vorschriften durch die Gerichte.
Was passiert ist
Richter C Hari Shankar erklärte, er halte § 34 des Schiedsverfahrensgesetzes für schlecht ausgearbeitet und nicht ausreichend klar - insbesondere mit Blick darauf, was unter "fundamental policy of Indian law" zu verstehen sei.
Er berichtete, es sei ihm schwer gefallen, eine zufriedenstellende Definition des Begriffs zu finden, obwohl er mehrere Entscheidungen des Supreme Court geprüft habe.
Er hob hervor, dass eine gerichtliche oder gesetzgeberische Klarstellung erforderlich sei, um zentrale Ausdrücke in § 34 zu definieren.
Richter Hari Shankar warnte außerdem, dass die Abgrenzung zwischen "fundamental policy of Indian law" und "patent illegality" in der Praxis häufig unklar sei und auf sich überlappende gerichtliche Prüfmaßstäbe hindeute.
Richter Ujjal Bhuyan sprach über Schiedsrichterbestellungen nach § 11 und regte an, standardisierte Spruchkörper vorzusehen und die institutionelle Autonomie stärker auszugestalten.
Richter Rajiv Shakdher äußerte sich zur Kostentragung, wenn Schiedssprüche wegen fehlerhafter Mechanismen zur Bestellung von Schiedsrichtern aufgehoben werden.
Das Gremium stellte fest, dass sich die Herausforderungen für Schiedsverfahren in Indien fortsetzen - darunter Verzögerungen, Kosten und eine übermäßige gerichtliche Einmischung.
Kontext
§ 34 des Arbitration and Conciliation Act 1996 regelt die beschränkten Gründe, aus denen indische Gerichte Schiedssprüche aufheben können.
Der Grund "fundamental policy of Indian law" habe wegen unterschiedlicher gerichtlicher Auslegungen zu Unsicherheit geführt.
Die Veranstaltung fand im Rahmen einer Podiumsdiskussion zur Reform des Schiedsverfahrens am High Court Delhi statt.
Warum es wichtig ist
- Unklarheiten in § 34 könnten dazu beitragen, dass Gerichtentscheidungen unvorhersehbar ausfallen und das Vertrauen in das Schiedsverfahren in Indien beeinträchtigt wird.
- Eine Klarstellung dieser Gründe könnte Schiedsverfahren straffen und unnötige gerichtliche Eingriffe reduzieren.
