Covéa erhält 488,3 Millionen US-Dollar-Schiedsspruch in CMAP-Schiedsverfahren gegen SCOR

Beiträge werden sprachübergreifend gebündelt, in ein festes Format gebracht und mit den Originalquellen verlinkt. Wie wir berichten.

Kurzfassung

  • Das CMAP-Schiedsgericht sprach Covéa 488,3 Millionen US-Dollar in einem Schiedsverfahren gegen SCOR zu.
  • Die Entscheidung betrifft zwei Rückversicherungs-Retrozessionsvereinbarungen aus Juni 2021.
  • Das Gericht stellte fest, SCOR habe gegen vorvertragliche und vertragliche Informationspflichten verstoßen.
  • Die Vereinbarungen bleiben gültig und werden nach der Entschädigung weiter durchgeführt.

Überblick

Am 25. Juni 2026 erließ ein Schiedsgericht unter dem Centre of Mediation and Arbitration of Paris (CMAP) eine Entscheidung, mit der SCOR Covéa 488,3 Millionen US-Dollar zahlen muss. Der Streit betraf zwei im Juni 2021 zwischen den französischen Versicherungskonzernen unterzeichnete Rückversicherungs-Retrozessionsvereinbarungen.

Was passiert ist

Das unter CMAP eingesetzte Schiedsgericht erließ am 25. Juni 2026 seinen Schiedsspruch im Streit zwischen Covéa und SCOR.

Der Fall geht auf zwei am 30. Juni 2021 unterzeichnete Rückversicherungs-Retrozessionsvereinbarungen zurück. Sie folgten auf einen durch Mediation erzielten "Friedensvergleich" nach Jahren vorausgegangener gerichtlicher Auseinandersetzungen und Konflikte.

Covéa machte geltend, SCOR habe sowohl gegen vertragliche als auch gegen vorvertragliche Pflichten verstoßen, Informationen im Zusammenhang mit der Übertragung eines bedeutenden Versicherungsportfolios bereitzustellen.

Das Schiedsgericht stellte SCOR für diese Verstöße haftbar und ordnete an, dass SCOR Covéa entschädigen muss, indem es Forderungen gegen Covéa im Gesamtumfang von 488,3 Millionen US-Dollar bis zum 31. Dezember 2025 aufhebt.

Nach dieser Entschädigung werden die Rückversicherungs-Retrozessionsvereinbarungen gemäß ihren ursprünglichen Bestimmungen weiter erfüllt.

Kontext

Die Auseinandersetzung wurzelt in langjährigen Spannungen zwischen Covéa und SCOR, insbesondere in einem gescheiterten Übernahmeangebot im Jahr 2018 und den anschließenden rechtlichen Schritten.

Die Parteien schlossen die streitigen Rückversicherungs-Retrozessionsvereinbarungen im Jahr 2021, um Covéas Erwerb eines Anteils am Life-&-Health-Portfolio von SCOR zu ermöglichen, das von irischen Einheiten gehalten wird.

Bewertungsstreitigkeiten und Informationskonflikte führten zu den vorliegenden Schiedsverfahren, die 2022 begannen.

SCOR schätzt die Nettoauswirkung des Schiedsspruchs auf etwa 50 Millionen Euro und weist darauf hin, dass dies weder die Solvenz noch die Liquidität des Unternehmens beeinträchtigen wird.

Warum es wichtig ist

  • Dieser Schiedsspruch beendet jahrelange kommerzielle Auseinandersetzungen zwischen zwei großen europäischen (Rück-)Versicherungskonzernen.
  • Die schiedsgerichtliche Entscheidung bestätigt die Durchsetzbarkeit ausgehandelter Vereinbarungen nach einer durch Mediation begleiteten Streitbeilegung.
  • Sie verdeutlicht die Folgen, wenn Informationspflichten in komplexen Rückversicherungsarrangements nicht eingehalten werden.
  • Die Endgültigkeit des Schiedsspruchs unterstützt die Fortsetzung der Geschäftsbeziehungen zwischen den Parteien im Rahmen der bestätigten Vereinbarungen.

Quellen

Verwandte Artikel