Norwegische Offshore-Arbeitnehmer und Arbeitgeber treten in staatlich vermittelte Lohnverhandlungen ein

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Kurzfassung

  • Norwegische Offshore-Arbeitnehmer-Gewerkschaften und Arbeitgeber sind zu Lohnverhandlungen in staatliche Mediation eingetreten.
  • Mehr als 600 Beschäftigte drohen mit einem Streik, der die Öl- und Gasproduktion beeinträchtigen könnte.
  • Eine Eskalation könnte Anlagen und Plattformen betreffen, die von Transocean, Odfjell Technology, AKOFS und Equinor betrieben werden.
  • Frühere Lohnvereinbarungen mit Beschäftigten von Ölkonzernen haben Streitigkeiten bei Beschäftigten von Öl- und Erkundungsdienstleistern nicht gelöst.

Überblick

Norwegische Gewerkschaften, die Beschäftigte in der Offshore-Bohrindustrie und auf Plattformen vertreten, haben mit den Arbeitgebern staatlich vermittelte Lohnverhandlungen aufgenommen. An den Gesprächen, an denen die Gewerkschaften Styrke, Safe und DSO beteiligt sind, soll ein Streik abgewendet werden, der am Freitag beginnen soll und den Öl- und Gassektor in Norwegen beeinträchtigen könnte. Zunächst könnten sich mehr als 600 Beschäftigte dem Arbeitsausstieg anschließen, insgesamt dürfte die Auseinandersetzung etwa 7.500 Beschäftigte umfassen.

Was passiert ist

Am Mittwoch haben norwegische Gewerkschaften für Offshore-Arbeitnehmer staatlich vermittelte Lohnverhandlungen mit den Arbeitgebern begonnen, um einen andauernden Arbeitskonflikt beizulegen.

Sollte die Mediation scheitern, könnten am Freitag mehr als 600 Gewerkschaftsmitglieder einen Streik starten und dabei Offshore-Anlagen und Plattformen beeinträchtigen - darunter die Encourage von Transocean, die Linus von Odfjell Technology, das Schiff AKOFS Seafarer sowie die Plattform Gullfaks B von Equinor.

Für Beschäftigte, die direkt von Ölkonzernen eingestellt sind, wurden bereits Lohnvereinbarungen getroffen, jedoch nicht für diejenigen, die bei Öl- und Erkundungsdienstleistern beschäftigt sind - einige von ihnen sind seit dem 15. Juni im Streik.

Der Arbeitgeberverband Offshore Norway hat gewarnt, der anhaltende Arbeitskonflikt könne die Öl- und Gasproduktion verringern, falls er nicht gelöst werde, mit wachsenden Verlusten, falls der Streit bis in den Juli hinein andauere.

Kontext

Die Offshore-Belegschaft in Norwegen ist für die nationale Förderung entscheidend und liegt im Durchschnitt bei 4 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag.

Der Streit folgt auf eine frühere Streikaktion im Jahr 2018, die das Feld Knarr nach zehn Tagen stilllegte.

Die Regierung hat rechtliche Befugnisse, um einzugreifen, wenn der Streik eine Gefährdung für wichtige nationale Interessen darstellt, hat dies in diesem Konflikt jedoch noch nicht getan.

Warum es wichtig ist

  • Ein Streik könnte die Öl- und Gasförderung in Norwegen unmittelbar beeinträchtigen und die tägliche Ausbeute möglicherweise um Tausende Barrel senken.
  • Die laufenden Mediationsbemühungen zielen darauf ab, Lieferunterbrechungen in einem für die norwegische Wirtschaft wichtigen Sektor zu verhindern.

Quellen

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