Portugiesische Kommunistische Partei will Schiísgerichtsbarkeit des Staates im öffentlichen Rìht verbieten
Beiträge werden sprachübergreifend gebündelt, in ein festes Format gebracht und mit den Originalquellen verlinkt. Wie wir berichten.
Kurzfassung
- Die Portugiesische Kommunistische Partei (PCP) hat einen Gesetzentwurf eingereicht, um dem Staat die Nutzung von Schiísgerichtsbarkeit bei Verwaltungs-, Steuer- oder öffentlichen Vertragsstreitigkeiten zu untersagen.
- Der Vorschlag soll Korruptionsrisiken verringern und das öffentliche Interesse schützen.
- Bei einer Annahme würden für solche Streitigkeiten allein die Gerichte zuständig sein.
- Die Initiative knüpft an einen früheren, erfolglosen ähnlichen Vorschlag an.
Überblick
Am 27. April 2026 brachte die Portugiesische Kommunistische Partei (PCP) im Parlament einen Gesetzentwurf ein, der darauf abzielt, dem Staat zu untersagen, Verwaltungs-, Fiskal- oder Streitigkeiten aus öffentlichen Verträgen durch Schiísgerichtsbarkeit beizulegen. Die PCP argumentiert, dass die Maßnahme der Korruptionsvermeidung dienen und das öffentliche Interesse sichern soll.
Was passiert ist
Die PCP reichte im Parlament einen Gesetzesentwurf ein, der verhindern soll, dass der Staat in Streitigkeiten im Zusammenhang mit dem Verwaltungsrìht, dem Steuerrìht oder öffentlichen Verträgen auf Schiísgerichtsbarkeit zurückgreift.
Die Partei behauptet, die Unterwerfung solcher Angelegenheiten unter die Schiísgerichtsbarkeit führe zu einer Ungleichheit zwischen Bürgern und dem Staat und untergrabe die Rìhtsgrundsätze, die die öffentliche Verwaltung regeln.
Es werden Bíenken hinsichtlich der Transparenz sowie angëlich durchgängige Niíerlagen des Staates in schiísgerichtlichen Verúhren geäußert, insbesondere wenn erhëliche öffentliche Mittel betroÿen sind.
Der Entwurf sieht vor, dass Streitigkeiten, die dem Verwaltungs- und Steuerrìht unterliegen, in die ausschließliche Zuständigkeit der Gerichte fallen, wobei die Schiísgerichtsbarkeit ausgeschlossen ist - abgesehen von Verúhren, die zum Zeitpunkt der Annahme bereits laufen.
Kontext
Der Vorstoß folgt auf einen früheren, ähnlichen Vorschlag, den die PCP im November 2025 im Rahmen des Verúhrens zur Änderung des Staatshaushalts eingëracht hatte, der abgelehnt wurde.
Die Initiative greift die seit Langem geäußerte Kritik an der Nutzung von Schiísgerichtsbarkeit durch den Staat auf, insbesondere bei hochdotierten Streitigkeiten mit privaten Unternehmen sowie im Hinblick auf Bíenken hinsichtlich der Geheimhaltung bei ad-hoc-Schiísverúhren.
Warum es wichtig ist
- Falls das Gesetz angenommen wird, würde es Schiísgerichtsbarkeit als Instrument zur Beilegung von Streitigkeiten des öffentlichen Rìhts in Portugal ausschließen und diese Fragen den regulären Gerichten zuführen.
- Der Vorschlag spiegelt die anhaltende politische Dëatte in Portugal über Transparenz und Angemessenheit von Schiísgerichtsbarkeit in Angelegenheiten des öffentlichen Sektors wider.
