Uganda zertifiziert neue Mediatoren aus der Gemeinschaft, um den Gerichtsstaus per ADR zu verringern
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Kurzfassung
- In Uganda haben neue Mediatoren aus der Gemeinschaft nach einem einjährigen ADR-Schulungsprogramm ihren Abschluss gemacht.
- Das Programm soll den Gerichtsstaus abbauen, indem Streitigkeiten über Mediation gelöst werden.
- Die Mediatoren wurden dazu aufgefordert, Integrität und Unparteilichkeit zu wahren.
- Behörden erwarten, dass Mediation unnötige Inhaftierungen verringert und den Zugang zur Justiz verbessert.
Überblick
Eine neue Kohorte von Mediatoren aus der Gemeinschaft in Uganda hat ein einjähriges Schulungsprogramm abgeschlossen, das von Reconciliation Trust International geleitet wurde. Ziel ist es, die Nutzung alternativer Streitbeilegung (ADR) zu stärken und den erheblichen Rückstau an Fällen in den Gerichten des Landes zu verringern. Die Mediatoren, die bei einer Zeremonie in Mityana offiziell zertifiziert wurden, sollen dabei helfen, lokale Streitigkeiten durch Mediation beizulegen, bevor sie zu formellen Gerichtsverfahren eskalieren.
Was passiert ist
Die von Reconciliation Trust International organisierte Schulung dauerte ein Jahr und konzentrierte sich darauf, Gemeindeleiter mit praktischen Mediationsfähigkeiten auszustatten.
In einer Abschlusszeremonie im Garden City in Mityana erhielten die Mediatoren ihre offizielle Zertifizierung.
Magistrate Grace Wakooli, die den Chief Magistrate von Mityana vertrat, betonte die Rolle der Mediation als Dienst an der Öffentlichkeit und forderte die Absolventen auf, ehrlich und unparteilich zu arbeiten.
Vertreter des Uganda Prisons Service sowie des Büros des Resident District Commissioner hoben hervor, dass Mediation kleinere Streitigkeiten frühzeitig beilegen kann - und dadurch Gerichtsstau und unnötige Inhaftierungen reduziert werden.
Religiöse Führungspersonen und die Mediatoren selbst begrüßten die Initiative. Sie erklärten, sie wollten auf Gemeindeebene Versöhnung, Zugang zur Justiz und friedliches Zusammenleben fördern.
Kontext
Uganda steht vor einem erheblichen Rückstau bei Gerichtsverfahren, unter anderem wegen eines eingeschränkten Zugangs zu formellen Justizverfahren.
Alternative Streitbeilegung - insbesondere Mediation in der Gemeinschaft - gilt als Weg, um kleinere zivilrechtliche, familien- und gemeindebezogene Streitigkeiten außerhalb des Gerichtssystems zu klären.
Die Initiative ist Teil umfassender Bemühungen der Regierung und von NGOs, den Zugang zur Justiz zu verbessern, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern und die Belastung der Justiz zu verringern.
Warum es wichtig ist
- Schulung und Zertifizierung lokaler Mediatoren erweitern den Zugang zur Justiz für besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen, die sich Gerichtsverfahren nicht leisten können.
- Eine breitere Nutzung von Mediation soll die Belastung von Gerichten und Gefängnissen senken, indem Streitigkeiten frühzeitig beigelegt werden.
- Die Initiative kann das Vertrauen und den sozialen Frieden innerhalb ugandischer Gemeinden stärken.
