CIMAC feiert zehnjähriges Bestehen - und will als ADR-Zentrale Afrikas wachsen

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Kurzfassung

  • Das Casablanca International Mediation and Arbitration Center (CIMAC) begeht sein zehnjähriges Bestehen.
  • CIMAC will sich als regionale Schiedszentrale für Afrika etablieren - im Schatten von Paris und London.
  • Jüngere Gesetzesreformen in Marokko sollen die breitere Nutzung von Schiedsverfahren und Mediation unterstützen.
  • Bisher wurden keine Aufhebungsverfahren zu CIMAC-Schiedssprüchen gemeldet; das Zentrum aktualisiert seine Regeln fortlaufend.

Überblick

Das Casablanca International Mediation and Arbitration Center (CIMAC) hat kürzlich sein zehnjähriges Bestehen im Rahmen der Casablanca Arbitration Days am 24. und 25. April 2026 gefeiert. Die Führung des Zentrums sprach über die bisherigen Erfolge von CIMAC und künftige Pläne, als führende Schiedsinstitution für Afrika zu dienen - im Wettbewerb mit etablierten Zentren wie Paris und London. Das Zentrum betonte seine vielfältige Schiedsrichterbesetzung, die institutionelle Glaubwürdigkeit und den Anspruch, regionale und grenzüberschreitende Streitigkeiten zu bearbeiten.

Was passiert ist

CIMAC wurde im März 2016 rechtlich gegründet - nach Vorarbeiten, die 2010 unter dem Dach Casablanca Finance City begonnen hatten. Ziel war es, Marokko und sein Finanz-Ökosystem eine internationale Option für Schiedsverfahren und Mediation zu bieten - außerhalb der lokalen Gerichte.

Zu den institutionellen Grundlagen gehörte die Entwicklung von Schiedsregeln im Einklang mit globalen Best Practices sowie die Rekrutierung international anerkannter Schiedsrichter. Die Regeln von CIMAC traten im Januar 2017 in Kraft, und die anfänglichen Fallzahlen stiegen ab 2021 - nach einer Phase intensiver Ansprache, insbesondere für ausländische Teilnehmer im Finanzcluster von Casablanca.

Das Zentrum berichtet über mehrere internationale Verträge, die seinen Regeln unterliegen, und gibt an, dass seit seiner Gründung kein CIMAC-Schiedsspruch Gegenstand von Aufhebungsverfahren gewesen sei.

Die Leitung von CIMAC betont die geschlechtliche Parität und die internationale Vielfalt, unter anderem mit Schiedsrichtern aus Afrika, Europa und den Amerikas. Die Institution hat sich an Gesetzgebungsberatungen beteiligt - zuletzt durch Beiträge zur Reform des marokkanischen Schiedsgesetzes im Jahr 2022.

Kontext

CIMAC wurde als Reaktion auf den Bedarf nach einem glaubwürdigen, regional bedeutsamen Schiedszzentrum in Nord- und Westafrika gegründet. Die Institution orientierte die Einrichtung und die Regeln teilweise an führenden internationalen Zentren wie ICC und LCIA - mit dem Ziel, Parteien zu erreichen, die in Casablanca Finance City und darüber hinaus tätig sind.

Jüngere marokkanische Rechtsreformen wurden auch durch Beiträge von CIMAC mitgeprägt. Sie verfolgen das Ziel, Schiedsverfahren und Mediation zu modernisieren und zu liberalisieren, unter anderem durch Anerkennung und Vollstreckung von Schiedssprüchen, wenngleich einige praktische Hürden weiterhin bestehen.

Warum es wichtig ist

  • Mit Gründung und Weiterentwicklung von CIMAC soll Casablanca als glaubwürdiger Ort für Schiedsverfahren in Afrika positioniert werden - möglicherweise mit dem Effekt, dass weniger afrikanische Streitigkeiten in weit entfernten Gerichtsständen wie Paris oder London geklärt werden müssen.
  • Institutionelles Wachstum, rechtliche Reformen und ein erfahrenes, vielfältiges Schiedspanel können das Vertrauen der Nutzer erhöhen und die Einführung von Schiedsverfahren und Mediation in der Region fördern.
  • Dass es bislang keine Aufhebungen von CIMAC-Schiedssprüchen gegeben hat, trägt dazu bei, den Eindruck von Verfahrenssicherheit und Zuverlässigkeit der Abläufe zu bestärken.

Quellen

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