Streik in der Centinela-Kupfermine in Chile geht in die Mediation
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Kurzfassung
- 709 Beschäftigte der Mine Centinela in Chile sind seit dem 7. Oktober 2026 im Streik.
- Die verbindliche staatliche Mediation endete ohne Einigung; am 13. Oktober ist eine freiwillige Mediation vorgesehen.
- Zentrales Anliegen der Gewerkschaften ist die Lohnparität - nicht die angekündigte Lohnerhöhung oder die Bonuszahlung.
- Gewerkschaften warnen vor einem Rückgang der Fördermenge um 50% im November, falls die Mediation scheitert; Antofagasta hält an der bisherigen Prognose fest.
Überblick
Gewerkschaften, die rund 709 Beschäftigte in Centinela - einer großen von Antofagasta betriebenen Kupfermine im Norden Chiles - vertreten, werden am 13. Oktober 2026 eine freiwillige Mediation mit dem Management aufnehmen. Der Streik begann, nachdem die verbindliche Mediation gescheitert war, und die Gewerkschaften rechnen im Fall einer fehlenden Einigung mit einem möglichen Rückgang der Kupferförderung um 50% im November.
Was passiert ist
Am 7. Oktober 2026 begannen rund 709 Beschäftigte an Centinela - das entspricht etwa 22% der Belegschaft - einen rechtmäßigen Streik, nachdem eine verbindliche Mediation durch den chilenischen Arbeitsinspektor ohne Einigung zu Ende gegangen war.
Der wichtigste noch offene Punkt ist die Lohnparität zwischen den Gewerkschaften - nicht die Höhe der von Antofagasta angebotenen Lohnerhöhung und die Bonuszahlung.
Am 13. Oktober 2026 ist in Antofagasta eine freiwillige Mediation zwischen dem Management und den beiden Gewerkschaften angesetzt, nachdem der Streik zu diesem Zeitpunkt bereits seit nahezu einer Woche läuft.
Die Gewerkschaften warnen, dass die Kupferförderung bei Centinela bei Fortdauer des Streiks im November um etwa 50% zurückgehen könnte, während das Unternehmen an seiner Output-Prognose für 2026 festhält.
Kontext
Centinela gehört zu den größten Kupferminen von Antofagasta und liefert etwa ein Drittel der Konzern-Fördermenge.
Chile ist der weltweit größte Kupferproduzent, und jüngste Arbeitskonflikte an großen Minen - darunter Centinela und Escondida - tragen zu einem Aufwärtsdruck auf die globalen Kupferpreise bei.
Die Mine befindet sich in einem Ausbauvorhaben im Umfang von 4,4 Milliarden US-Dollar, was die Dringlichkeit einer Einigung erhöht.
Warum es wichtig ist
- Das Ergebnis der Mediation entscheidet darüber, ob sich der laufende Streik zu einer breiteren Lieferunterbrechung auf dem globalen Kupfermarkt ausweitet.
- Ein anhaltender Streik könnte die Kupferförderung bei Centinela deutlich senken und die Gesamterzeugungsprognose von Antofagasta in einer Phase hoher Kupferpreise beeinflussen.
- Der Kernstreit um die Lohnparität zeigt anhaltende Probleme in den Arbeitsbeziehungen im chilenischen Bergbausektor und betrifft die Stabilität der Belegschaft.
Quellen
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Centinela Copper Strike Heads to Mediation as Output Risk Mounts
discoveryalert.com
