China legt Protest gegen EU-Unterstützung für den Schiedsspruch zur Südchinesischen See ein
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Kurzfassung
- China hat in Peking EU- und europäische Diplomaten einbestellt, um gegen die Unterstützung für den Schiedsspruch zur Südchinesischen See zu protestieren.
- China hält daran fest, den Schiedsspruch von 2016 weder anzunehmen noch anzuerkennen.
- Der Protest erfolgt im Anschluss an gemeinsame Erklärungen von US, EU und anderen zum 10. Jahrestag des Schiedsverfahrens.
- Chinesische Amtsträger bezeichneten das Schiedsverfahren als politisch motiviert und ohne rechtliche Befugnis.
Überblick
China hat formell gegen jüngste Erklärungen der Europäischen Union und mehrerer europäischer Staaten protestiert, in denen die Unterstützung für den Schiedsspruch zur Südchinesischen See aus dem Jahr 2016 zum Ausdruck gebracht wurde. Chinesische Amtsträger ließen in Peking europäische Diplomaten vor und machten ihre Gegnerschaft deutlich. Dabei betonten sie, China akzeptiere und erkenne den Schiedsspruch nicht und halte ihn für nicht legitim.
Was passiert ist
Am 14. Juli 2026 hat das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten Chinas in Peking diplomatische Vertreter der Europäischen Union sowie mehrerer europäischer Länder einbestellt.
Dieser diplomatische Schritt folgte auf gemeinsame Erklärungen der EU, bestimmter europäischer Länder, der Vereinigten Staaten und der Philippinen, in denen der Schiedsspruch zur Südchinesischen See von 2016 anerkannt und unterstützt wurde.
Der Leiter der Abteilung für Europäische Angelegenheiten im Auswärtigen Amt Chinas legte nachdrückliche Proteste gegen diese Erklärungen ein und machte Chinas klare Ablehnung deutlich.
Der chinesische Sprecher Lin Jian argumentierte, das Schiedsgericht habe keine Befugnis und sei nicht unparteiisch gewesen. Er beschrieb den Schiedsspruch als politisch motiviert und nicht im Einklang mit Grundsätzen des Völkerrechts.
China bekräftigte erneut, dass es die Entscheidung des Schiedsgerichts weder akzeptiere noch anerkenne, und sprach sich gegen jedwede Handlungen aus, die auf dessen Grundlage erfolgen.
Kontext
Der Schiedsspruch zur Südchinesischen See aus dem Jahr 2016 geht auf ein Verfahren zurück, das die Philippinen gegen China nach dem UN-Seerechtsübereinkommen (UNCLOS) angestoßen hatten.
Das Schiedsgericht entschied gegen China in mehreren Fragen, die sich auf maritime Rechte und Aktivitäten in der Südchinesischen See beziehen.
China hat die Zuständigkeit und die Feststellungen des Gerichts konsequent zurückgewiesen und das Verfahren als nicht legitim und politisch motiviert bezeichnet.
Europäische und US-amerikanische Erklärungen, die den 10. Jahrestag des Schiedsverfahrens begehen, haben wiederholt zu diplomatischen Protesten Chinas geführt.
Warum es wichtig ist
- Diese Entwicklung macht die anhaltenden diplomatischen Spannungen zwischen China und westlichen Staaten hinsichtlich der rechtlichen Einordnung des Schiedsspruchs zur Südchinesischen See deutlich.
- Sie zeigt, dass die territorialen und maritimen Streitigkeiten in der Südchinesischen See weiterhin nicht geklärt sind und dass es eine anhaltende Spaltung bezüglich internationaler Streitbeilegungsmechanismen gibt.
- Chinas Haltung wirft Fragen nach der Durchsetzung und der praktischen Wirkung internationaler Schiedssprüche in hochkarätigen geopolitischen Konflikten auf.
