Canadian Pacific Kansas City reicht Schiedsverfahren gegen Mexikos SAT wegen Steuerstreit in Höhe von 5 Milliarden US-Dollar ein
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Kurzfassung
- Canadian Pacific Kansas City (CPKC) hat ein internationales Schiedsverfahren gegen Mexikos Steuerbehörde SAT eingereicht.
- Der Streit betrifft eine Steuergutschrift aus dem Jahr 2014, die 2022 durch SAT durchgesetzt wurde und inzwischen über 5 Milliarden US-Dollar beträgt.
- CPKC macht Verstöße gegen die Verpflichtungen Mexikos aus dem Handelsabkommen CPTPP geltend.
- Das Verfahren wurde am 27. April beim Schiedsmechanismus der Weltbank registriert und wartet auf die Bildung des Schiedsgerichts.
Überblick
Canadian Pacific Kansas City (CPKC), ein großes Güterbahnunternehmen, hat ein internationales Schiedsverfahren gegen die mexikanische Steuerbehörde Servicio de Administración Tributaria (SAT) wegen einer umstrittenen Steuergutschrift in Höhe von mehr als 5 Milliarden US-Dollar eingeleitet.
Das Unternehmen behauptet, dass Mexiko gegen seine Verpflichtungen aus dem Comprehensive and Progressive Agreement for Trans-Pacific Partnership (CPTPP) verstoßen habe.
Die Schiedsangelegenheit, die am 27. April bei dem Forum der Weltbank registriert wurde, bezieht sich auf die Durchsetzung einer Steuerveranlagung aus dem Jahr 2014, die 2022 wirksam wurde.
Was passiert ist
CPKC macht geltend, dass die Durchsetzung einer großen Steuergutschrift aus dem Jahr 2014, die 2022 wirksam wurde, internationale Verpflichtungen aus dem Handelsabkommen CPTPP verletzt, dem sowohl Kanada als auch Mexiko angehören.
Die streitige Höhe übersteigt 5 Milliarden US-Dollar. CPKC führt aus, dass sich ihre Abläufe und die finanzielle Perspektive in Mexiko durch die Einreichung des Schiedsverfahrens nicht geändert hätten.
Laut CPKC geht es darum, die eigenen Rechte zu wahren und sich gegen das zu wenden, was die mexikanische Behörde als übermäßige Steuerforderungen darstelle.
Das Verfahren wurde beim Schiedsmechanismus der Weltbank (ICSID) registriert und befindet sich derzeit in der Phase, in der die Bildung des Schiedsgerichts abgewartet wird.
Kontext
CPKC sei nicht allein mit Beschwerden über aggressive Steuerprüfungen und -veranlagungen durch Mexikos SAT, und mehrere kanadische sowie US-Unternehmen hätten Berichten zufolge ähnliche Vorwürfe erhoben.
SAT, geführt von Antonio Martínez Dagnino, hält an seiner Position fest, dass die Eintreibung bei großen Steuerzahlern für Mexikos Finanzpolitik entscheidend sei.
Streitigkeiten mit US-Unternehmen werden zudem unter anderen Vertragsrahmen geprüft, etwa USMCA (T-MEC), was breitere Bedenken aus Sicht ausländischer Investoren hinsichtlich Mexikos Steuerdurchsetzung widerspiegele.
Warum es wichtig ist
- Die Einreichung macht fortbestehende Spannungen zwischen multinationalen Investoren und Mexikos Steuerbehörde hinsichtlich Umfang und Durchsetzung großer Steuerschulden deutlich.
- Sie zeigt, wie Investor-Staat-Schiedsverfahren auf Grundlage internationaler Verträge als Instrument zur Streitbeilegung bei Auseinandersetzungen über finanzielle Maßnahmen eingesetzt werden.
- Andere Unternehmen könnten den Ausgang des Verfahrens beobachten, da mögliche Auswirkungen auf die Steuerdurchsetzung und den Investorenschutz in Mexiko im Raum stünden.
Quellen
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CPKC, arbitraje por tema fiscal; Pemex pierde y se defiende
dineroenimagen.com
