ICSID-Tribunal weist Klage von Silver Bull in Höhe von 315 Millionen US-Dollar gegen Mexiko ab
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Kurzfassung
- Silver Bull Resources reichte bei der ICSID unter NAFTA (TLCAN) eine 315-Millionen-US-Dollar-Bergbauklage gegen Mexiko ein.
- Mexiko machte geltend, dass die Ansprüche außerhalb des Anwendungsbereichs und der Fristen von NAFTA (TLCAN) liegen.
- Das Tribunal stellte fehlende Zuständigkeit fest und wies sämtliche Ansprüche ab.
- Silver Bull wurde angeordnet, Mexiko einen erheblichen Teil der Schiedskosten zu erstatten.
Überblick
Am 29. Mai 2026 wies ein ICSID-Tribunal einstimmig einen 315-Millionen-US-Dollar-Schiedsantrag zurück, den das in den USA ansässige Unternehmen Silver Bull Resources gegen Mexiko gestellt hatte. Der Antrag war 2023 unter dem früheren Nordamerikanischen Freihandelsabkommen (NAFTA (TLCAN)) eingereicht worden und betraf behauptete lokale Behinderungen und Projektverzögerungen im Zusammenhang mit Bergbauberechtigungen in Coahuila. Das Tribunal kam zu dem Ergebnis, dass es keine Zuständigkeit für die Streitigkeit habe, und ordnete Silver Bull an, Mexiko die Schiedskosten zu erstatten.
Das Tribunal stellte fest, dass es keine Zuständigkeit habe, um den Streit zu verhandeln, und wies die gesamte Klage ab. Außerdem ordnete es an, dass Silver Bull Mexiko einen entsprechenden Betrag für Schiedskosten zahlt. Die Höhe wurde in der anfänglichen öffentlichen Zusammenfassung nicht angegeben.
Was passiert ist
Silver Bull Resources reichte den Antrag im Juni 2023 über die Tochtergesellschaft Minera Metalín S.A. de C.V. ein. Dabei machte das Unternehmen geltend, lokale Behörden und eine Bergbau-Kooperative hätten die Entwicklung seines Bergbauprojekts Sierra Mojada in Coahuila seit 2019 blockiert.
Die Verteidigung Mexikos führte an, dass sich die behaupteten Tatsachen außerhalb des für NAFTA (TLCAN) anwendbaren Zeitraums ereignet hätten, dass die Ansprüche entweder verjährt seien oder nicht vom Vertrag erfasst würden, und dass Silver Bull nicht zur Entwicklung des Projekts befugt gewesen sei.
Am 29. Mai 2026 wies das Schiedsgericht die Vorwürfe von Silver Bull zurück, Mexiko habe die Blockade gefördert. Es stellte fehlende Zuständigkeit wegen Zeitpunkt und Umfang der Ansprüche fest und wies das gesamte Verfahren ab.
Das Tribunal ordnete außerdem an, dass Silver Bull Mexiko einen relevanten Betrag für Schiedskosten zahlen muss. Der Betrag wurde in der anfänglichen öffentlichen Zusammenfassung nicht genannt.
Kontext
Der Fall wurde unter NAFTA (TLCAN) - dem Nordamerikanischen Freihandelsabkommen - über das International Centre for Settlement of Investment Disputes (ICSID) angestoßen, das Streitigkeiten zwischen Investoren und Staaten verhandelt.
Mexiko wurde durch das Secretaría de Economía vertreten und erhielt rechtliche Unterstützung von internationalen Anwaltskanzleien. Die vollständige Entscheidung des Tribunals befindet sich derzeit in einer Vertraulichkeitsprüfung und soll voraussichtlich auf der ICSID-Website veröffentlicht werden.
Warum es wichtig ist
- Die Entscheidung bestätigt Grenzen für nach NAFTA (TLCAN) fortwirkende Altansprüche und bekräftigt, dass nicht jede Investoren-Staaten-Streitigkeit die Voraussetzungen für die Zuständigkeit nach internationalen Verträgen erfüllt.
- Sie unterstreicht die Bedeutung der Einhaltung verfahrensrechtlicher und zeitlicher Anforderungen bei Investoren-Staaten-Schiedsverfahren.
