Polen billigt Gesetz für nationales Register von Gerichtsmittlern und strengere Zertifizierung

By ADR Journal Editorial Desk Veröffentlicht Updated 1 Quelle Polen

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Kurzfassung

  • Die polnische Regierung hat ein neues Gesetz zur Schaffung eines nationalen Registers für Mediatoren bei Gerichten gebilligt.
  • Für Mediatoren werden klare Anforderungen an Qualifikation, Ausbildung und laufende Zertifizierung festgelegt.
  • Ausbildungsinstitutionen für Mediatoren müssen neue, höhere Standards erfüllen und unterliegen der staatlichen Aufsicht.
  • Eine landesweite, stets aktuelle Datenbank soll die verstreuten, veralteten Listen auf lokaler Ebene ersetzen.

Überblick

Am 25. Juni 2024 hat die polnische Regierung einen Gesetzentwurf zur Reform der Standards der Gerichtsmediation gebilligt.

Die neue Gesetzgebung schafft ein nationales Register für Mediatoren bei Gerichten und legt konkrete Anforderungen für sowohl Mediatoren als auch Ausbildungsinstitutionen fest.

Die Reformen greifen bestehende Bedenken hinsichtlich uneinheitlicher Qualifikationen von Mediatoren und verstreuter, uneinheitlicher Mediatorenlisten auf.

Was passiert ist

Die polnische Regierung billigte einen Gesetzentwurf zur Reform der Gerichtsmediation und führte dabei das Nationale Register der Gerichtsmittler ein.

Dieses Gesetz legt klare, einheitliche Anforderungen für Personen fest, die Gerichtsmittler werden möchten, und ersetzt die bisher offen formulierten Kriterien.

Bewerber müssen rechtliche, Alters- und Bildungsanforderungen erfüllen, die erforderliche Ausbildung absolvieren und sich für die Aufrechterhaltung der Registrierung regelmäßiger Fortbildungen unterziehen.

Das Gesetz greift außerdem Probleme mit der unterschiedlich hohen Qualität der Ausbildungsangebote zur Mediation auf und führt hierfür strenge Anforderungen sowie Aufsicht ein.

Es soll zudem ein neuer Beirat für Mediation eingerichtet werden, der zu Ausbildungsstandards, Regelungen und Ethik beraten wird.

Kontext

Derzeit werden Mediatoren bei Gerichten in Polen jeweils separat von den einzelnen Regionalgerichten geführt, was zu uneinheitlichen und teils veralteten Datenbanken führt.

Es gab Bedenken, dass Mediatoren-Zertifikate mitunter besonders leicht über qualitativ schwache Ausbildungsprogramme zu erhalten seien.

Die Reform fügt sich in Bestrebungen ein, Mediation als Alternative zur Streitbeilegung zu vereinheitlichen und stärker zu professionalisieren.

Warum es wichtig ist

  • Die Reform zielt darauf ab, die Qualität der Gerichtsmediation in Polen zu standardisieren und zu verbessern.
  • Ein zentrales Register und klare Zertifizierungsverfahren sollen das Vertrauen der Öffentlichkeit in Mediatoren stärken und eine wirksamere Streitbeilegung erleichtern.
  • Aufsichtsmechanismen sollen bestehende Unstimmigkeiten adressieren und betrügerische Zertifizierungen verhindern.

Quellen

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