Termocandelaria Power leitet ein ICSID-Schiedsverfahren gegen Kolumbien ein
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Kurzfassung
- Termocandelaria Power S.A. hat ein Schiedsverfahren gegen Kolumbien bei ICSID eingereicht.
- Der Anspruch betrifft angeblich regulatorisch verursachte Schäden von mehr als 198 Millionen US-Dollar.
- Der Streit stützt sich auf den bilateralen Investitionsschutzvertrag (BIT) zwischen Spanien und Kolumbien.
- Die Registrierung des Schiedsverfahrens wurde am 27. April 2026 durch ICSID formalisiert.
Überblick
Das spanische Energieunternehmen Termocandelaria Power S.A. hat ein Schiedsverfahren gegen Kolumbien unter dem ICSID-Übereinkommen eingeleitet. Es macht geltend, dass regulatorische Maßnahmen, die Kolumbien seit 2024 ergriffen habe, seine Einnahmen erheblich beeinträchtigt hätten. Das Unternehmen trägt vor, diese Maßnahmen verletzten den bilateralen Investitionsschutzvertrag (BIT) zwischen Kolumbien und Spanien (BIT).
Was passiert ist
Am 6. April 2026 reichte Termocandelaria Power S.A. eine Schiedsantragsersuchen gegen die Republik Kolumbien beim International Centre for Settlement of Investment Disputes (ICSID) ein.
ICSID registrierte das Schiedsverfahren am 27. April 2026.
Der Streit betrifft regulatorische Maßnahmen, die Kolumbien im Jahr 2024 ergriffen habe und die nach Darstellung von Termocandelaria zu geringeren Einnahmen geführt hätten, die Termocandelaria S.A.S. E.S.P. und Termobarranquilla S.A. E.S.P. von Air-e S.A.S. E.S.P., dem staatlichen Stromverteilnetzbetreiber, für die an Air-e gelieferten Energiemengen zustünden.
Termocandelaria macht geltend, diese Maßnahmen stellten einen Verstoß gegen den BIT zwischen Kolumbien und Spanien dar, insbesondere in Bezug auf eine gerechte und billige Behandlung sowie das Verbot der Diskriminierung.
Das Unternehmen beziffert die aufgelaufenen finanziellen Verluste auf mehr als 198,4 Millionen US-Dollar und hält fest, dass das Schiedsverfahren darauf abziele, seine langfristigen Investitionen im Energiesektor Kolumbiens zu schützen.
Die rechtliche Vertretung des Unternehmens erfolgt durch Freshfields und die lokale Kanzlei Rincón Castro Abogados. Termocandelaria hat erklärt, dass das Schiedsverfahren die laufenden Geschäfte oder Belegschaft in Kolumbien nicht beeinträchtigen werde.
Kontext
Termocandelaria Power ist seit über 20 Jahren im kolumbianischen Markt für Stromerzeugung tätig.
Das Unternehmen hebt die Bedeutung regulatorischer Stabilität und die Achtung von Verträgen in kapitalintensiven Sektoren wie der Stromwirtschaft hervor.
Nach Angaben der Quelle stützt sich das Schiedsverfahren auf Bestimmungen des BIT zwischen Kolumbien und Spanien von 2007.
Warum es wichtig ist
- Der Fall zeigt fortdauernde Spannungen in Bezug auf die Regulierungspolitik im Energiesektor Kolumbiens und die Nutzung internationaler Schiedsverfahren im Rahmen von Investitionsschutzverträgen.
- Die finanziellen Risiken von mehr als 198 Millionen US-Dollar unterstreichen die Bedeutung des regulatorischen Risikos für ausländische Investoren, die in für die Grundversorgung wichtigen Infrastruktursektoren tätig sind.
Quellen
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Termocandelaria Power inicia arbitraje internacional contra Colombia ante el Ciadi
asuntoslegales.com.co
