ICSID-Tribunal weist Banesco-Klagen gegen Panama im 13,5-Millionen-Dollar-Streit ab
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Kurzfassung
- ICSID-Tribunal entscheidet zugunsten Panamas in einem Schiedsverfahren auf Antrag von Banesco.
- Banesco verlangte 13,5 Millionen US-Dollar wegen behaupteter Verstöße im Zusammenhang mit öffentlichen Bauaufträgen.
- Das Tribunal stellte fest, dass Panama seine völkervertraglichen Verpflichtungen nicht verletzt hat.
- Banesco wurde verpflichtet, Panama 900.000 US-Dollar an Rechtsgebühren zu zahlen.
Überblick
Am 5. Mai 2026 hat ein ICSID-Tribunal sämtliche von Banesco Holding Latinoamérica S.A. und Banesco (Panama), S.A. gegen die Republik Panama erhobenen Ansprüche abgewiesen. Banesco hatte 13,5 Millionen US-Dollar gefordert und geltend gemacht, Panama habe Schutzvorschriften aus einem bilateralen Investitionsschutzabkommen mit Spanien verletzt. Das Tribunal wies die Ansprüche zurück, stellte keinen Verstoß Panamas im Zusammenhang mit Streitigkeiten über öffentliche Bauaufträge fest und ordnete Banesco die Zahlung erheblicher Kosten an.
Was passiert ist
Banesco Holding Latinoamérica S.A. und Banesco (Panama), S.A. reichten 2023 ein ICSID-Schiedsverfahren gegen Panama ein.
Die Bank machte geltend, Panama habe das Spanien-Panama bilaterale Investitionsschutzabkommen verletzt - insbesondere den Standard der fairen und gerechten Behandlung -, indem es in öffentliche Bauaufträge eingegriffen und damit verbundene Bürgschaften (Bond Guarantees) ausgeführt habe.
Banesco verlangte 13,5 Millionen US-Dollar Schadensersatz und argumentierte, die Handlungen Panamas hätten seine geschäftlichen Interessen beeinträchtigt.
Am 5. Mai 2026 erließ das ICSID-Tribunal sein Urteil und stellte fest, dass Panama keine Verpflichtungen aus dem Vertrag verletzt habe und Banesco Zugang zu lokalen Rechtsbehelfen gehabt habe.
Das Tribunal wies sämtliche Ansprüche ab und ordnete an, dass Banesco 900.000 US-Dollar zu den Rechtskosten Panamas zahlen muss.
Kontext
Der Streit drehte sich um die Ausführung von Bürgschaften, die von Banesco ausgegeben wurden, um öffentliche Bauaufträge abzusichern, die angeblich nicht erfüllt worden seien.
Banesco machte geltend, diese Maßnahmen verstießen gegen Schutzbestimmungen des Investitionsschutzabkommens Spanien-Panama; das Tribunal kam jedoch zu dem Ergebnis, dass solche Schutzbestimmungen Investoren nicht vor normalen geschäftlichen Risiken abschirmen.
Das Ministerium für Wirtschaft und Finanzen (Ministry of Economy and Finance) Panamas hob hervor, dass das Urteil klärt, dass der Standard der fairen und gerechten Behandlung Anlegern keinen Schutz vor typischen Geschäftsrisiken garantiert.
Warum es wichtig ist
- Der Fall bekräftigt, dass der Schutz aus Investitionsschutzabkommen kein standardmäßiges kommerzielles Risiko erfasst.
- Er zeigt den Ansatz des ICSID-Tribunals zum Standard der fairen und gerechten Behandlung in Streitigkeiten im Zusammenhang mit öffentlichen Bauaufträgen.
- Das Ergebnis könnte zukünftige Investment- und Bau-verwandte Streitigkeiten beeinflussen, in denen es um staatliche Verträge geht.
