Finnland und die Niederlande einigen sich auf ein MLI-Schiedsverfahren
Beiträge werden sprachübergreifend gebündelt, in ein festes Format gebracht und mit den Originalquellen verlinkt. Wie wir berichten.
Kurzfassung
- Finnland und die Niederlande haben sich auf das Schiedsverfahren nach dem Multilateral Instrument (MLI) verständigt.
- Das Verfahren gilt für noch nicht geklärte Streitigkeiten aus Steuerabkommen zwischen den beiden Ländern.
- Streitigkeiten, die nicht über eine Verständigung beigelegt werden können, können dem Schiedsverfahren unterbreitet werden.
- Die Vereinbarung klärt, wie das Schiedsverfahren zwischen Finnland und den Niederlanden umgesetzt wird.
Überblick
Finnland und die Niederlande haben eine Vereinbarung zur Anwendung des Schiedsverfahrens getroffen, das in Teil VI des Multilateral Instrument (MLI) vorgesehen ist und Steuerabkommensstreitigkeiten betrifft. Die Vereinbarung legt fest, wie Streitigkeiten, die zwischen den beiden Staaten aus ihren Steuerabkommen entstehen und die nicht über die Verständigungsverfahren (MAP) gelöst werden können, im Schiedsverfahren behandelt werden.
Was passiert ist
Laut dem Bericht haben Finnland und die Niederlande Verfahren zur Anwendung eines Schiedsverfahrens in Übereinstimmung mit Teil VI des Multilateral Instrument (MLI) vereinbart.
Die Vereinbarung umreißt einen Rahmen, um nicht beigelegte Angelegenheiten in Steuerstreitigkeiten, die nicht über das Verständigungsverfahren (MAP) beigelegt werden können, zur Entscheidung an ein Schiedsverfahren zu verweisen.
Dieses gegenseitige Verständnis soll einen konkreten Verfahrensweg für die Behandlung von Steuerstreitigkeiten schaffen und so fortdauernde Meinungsverschiedenheiten über die Anwendung von Steuerabkommen zwischen den beiden Staaten verhindern.
Kontext
Das Multilateral Instrument (MLI) ist ein internationales Abkommen, das die Umsetzung von Maßnahmen im Zusammenhang mit Steuerabkommen erleichtern soll, um eine Aushöhlung der Bemessungsgrundlage und Gewinnverlagerung (BEPS) zu verhindern.
Teil VI des MLI sieht die Möglichkeit eines Schiedsverfahrens vor, wenn eine Streitigkeit aus einem Steuerabkommen nicht durch Verhandlungen zwischen den zuständigen Behörden gelöst werden kann.
Diese Vereinbarung zwischen Finnland und den Niederlanden ist erforderlich, um die Nutzung des Schiedsverfahrens nach dem MLI zwischen diesen beiden Staaten in die Praxis umzusetzen und zu konkretisieren.
Warum es wichtig ist
- Die Vereinbarung gibt Steuerpflichtigen mehr Sicherheit hinsichtlich des Verfahrens zur Beilegung grenzüberschreitender Steuerstreitigkeiten zwischen Finnland und den Niederlanden.
- Sie stellt sicher, dass nicht gelöste MAP-Fälle einen klaren weiteren Weg in das Schiedsverfahren haben, wodurch die Wirksamkeit und Vorhersehbarkeit der Streitbeilegung bei Steuerabkommen zwischen den beiden Staaten verbessert wird.
