Termocandelaria Power leitet ICSID-Schiedsverfahren gegen Kolumbien wegen Air-e-Energiekonflikt ein

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Kurzfassung

  • Termocandelaria Power S.A. hat ein ICSID-Schiedsverfahren gegen Kolumbien eingereicht.
  • Der Streit betrifft Zahlungen für Energie, die an Air-e S.A.S. E.S.P. geliefert wurde.
  • Termocandelaria fordert mehr als 198 Millionen US-Dollar an angeblichen Verlusten.
  • Der Anspruch stützt sich auf das Spain-Colombia Bilateral Investment Treaty.

Überblick

Der spanische Energieanbieter Termocandelaria Power S.A. hat gegen die Republik Kolumbien beim International Centre for Settlement of Investment Disputes (ICSID) ein internationales Schiedsverfahren eingeleitet. Er macht Entschädigungsansprüche für Verluste geltend, die sich aus Maßnahmen ergeben sollen, welche Zahlungen für Energie betreffen, die an Air-e S.A.S. E.S.P. geliefert wurde. Der Anspruch stützt sich auf das Spain-Colombia Bilateral Investment Treaty.

Was passiert ist

Termocandelaria Power teilte mit, sie habe am 6. April 2026 ein ICSID-Schiedsverfahren eingeleitet. Das Verfahren wurde am 27. April 2026 unter der Aktennummer ARB/26/20 registriert.

Der Streit dreht sich um Maßnahmen der kolumbianischen Regierung seit 2024, die das Unternehmen zufolge die ordnungsgemäße Vergütung für den an das staatlich verwaltete Air-e gelieferten Strom verhindert hätten.

Termocandelaria macht geltend, die Maßnahmen verstießen gegen Kolumbiens Verpflichtungen aus dem 2007 geschlossenen Spain-Colombia Bilateral Investment Treaty, insbesondere in Bezug auf fairen und billigen Umgang sowie das Verbot willkürlicher oder diskriminierender Handlungen.

Das Unternehmen beziffert die Verluste auf über 198,4 Millionen US-Dollar und weist darauf hin, dass im Laufe des Schiedsverfahrens weitere Schäden entstehen könnten.

Kontext

Termocandelaria Power ist in Kolumbien über die Tochtergesellschaften Termocandelaria S.A.S. E.S.P. und Termobarranquilla S.A. E.S.P. tätig; zusammen liegt die Erzeugungskapazität bei etwa 1.466 MW.

Air-e wird derzeit von der Aufsichtsbehörde für öffentliche Dienste in Kolumbien, der Superintendence of Public Services, verwaltet.

Die Klage wird von den Anwaltskanzleien Freshfields (international) und Rincón Castro Abogados (lokal) vertreten.

Warum es wichtig ist

  • Das Schiedsverfahren beruft sich auf staatliche Verpflichtungen aus einem Investitionsschutzabkommen, was auf wiederkehrende Spannungen zwischen ausländischen Investoren und der Regulierung des Gaststaats im Energiesektor hinweist.
  • Das Ergebnis könnte die Regulierungsstabilität und das Vertrauen von Investoren in Kolumbiens Stromsektor beeinflussen.

Quellen

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