WWE und Vince McMahon - Klage wegen sexuellen Fehlverhaltens wird in einem privaten Schiedsverfahren verhandelt

By ADR Journal Editorial Desk Veröffentlicht Updated 5 Quellen Vereinigte Staaten

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Kurzfassung

  • Parteien einigen sich darauf, den Rechtsstreit über ein privates Schiedsverfahren zu lösen.
  • Die Bundesklage von Janel Grant wird endgültig abgewiesen (mit prejudice).
  • Die zugrunde liegenden Ansprüche zwischen Grant, WWE und Vince McMahon werden im Schiedsverfahren fortgeführt.
  • Gerichtsunterlagen belegen den Wechsel im Verfahren; der Streit ist weiterhin nicht geklärt.

Überblick

Die Klage von Janel Grant wegen sexuellen Fehlverhaltens und Menschenhandels gegen Vince McMahon und WWE wird nicht mehr vor einem Bundesgericht verhandelt. Nach Monaten des Rechtsstreits haben alle Beteiligten vereinbart, die Angelegenheit durch ein privates Schiedsverfahren zu regeln. Dadurch wird die anhängige Abweisung des Bundesverfahrens in Connecticut bewirkt. Der materielle Streit wird zwar fortgeführt, die weiteren Schritte finden jedoch nicht mehr öffentlich statt.

Was passiert ist

Im Januar 2024 reichte Janel Grant eine Zivilklage vor einem Bundesgericht gegen Vince McMahon, WWE und zunächst den früheren Manager John Laurinaitis ein. Sie machte Sexhandel, sexuelle Übergriffe und damit zusammenhängendes Fehlverhalten geltend.

McMahon und WWE beantragten, das Schiedsverfahren durchzusetzen, und verwiesen dabei auf eine Klausel in einer Vertraulichkeitsvereinbarung (Non-Disclosure Agreement), die Grant und McMahon 2022 unterzeichnet hatten. Die Anwälte von Grant bestritten die Durchsetzbarkeit der Schiedsklausel und machten Zwang geltend.

Im Juli 2026 genehmigte ein Bundesrichter in Connecticut den Schritt hin zum Schiedsverfahren, nachdem er die Schriftsätze der Parteien geprüft hatte.

Am 21. Juli 2026 bestätigten Gerichtsunterlagen, dass Grant, McMahon und WWE eine formelle Vereinbarung geschlossen haben, den Streit einem privaten Schiedsverfahren zu unterwerfen, und die Bundesklage innerhalb von fünf Werktagen mit prejudice abzuweisen.

Die Abweisung mit prejudice beendet das Bundesverfahren und verhindert, dass dieselbe Klage erneut vor Gericht eingereicht wird. Sie setzt sich jedoch nicht mit der Sachebene auseinander - weder mit den Vorwürfen noch mit den Verteidigungen von Grant. Diese werden nun durch ein Schiedsgericht behandelt.

Kontext

Die Klage erlangte erhebliche öffentliche Aufmerksamkeit für WWE und dessen Führung. Sie umfasste unter anderem Vorwürfe gegen Vince McMahon wegen sexuellen Fehlverhaltens und Menschenhandels und führte 2024 zu seinem Rücktritt von Führungspositionen bei TKO und WWE.

Der Wechsel in ein privates Schiedsverfahren beruht auf einer vertraglichen Vereinbarung, schränkt aber die Transparenz künftiger Gerichts- oder Verfahrensschritte ein. Da Schiedsverfahren typischerweise vertraulich sind, kann es die Offenlegung von Beweismitteln oder Vergleichen begrenzen.

John Laurinaitis, der ursprünglich in der Klage als Beklagter genannt war, wurde im weiteren Verlauf des Verfahrens bereits früher aus dem Verfahren als Beklagter entfernt. In öffentlichen Schriftsätzen wurde außerdem auf weitere Ansprüche mit WWE-Personal hingewiesen, darunter Brock Lesnar.

Warum es wichtig ist

  • Der Wechsel vom öffentlichen Gerichtsverfahren in ein Schiedsverfahren beendet eine Phase in einem hochkarätigen Verfahren und schützt die weiteren Schritte vor öffentlicher Beobachtung.
  • Die Schiedsvereinbarung kann dazu beitragen, zusätzliche öffentliche Offenlegungen sensibler Beweise und interner Angelegenheiten von WWE zu vermeiden. Das kann das fortbestehende Reputationsrisiko für das Unternehmen und die beteiligten Personen verringern.
  • Auch wenn das Bundesverfahren abgewiesen wird, bleiben die zentralen Vorwürfe und Ansprüche streitig und ungeklärt. Sie werden nun im Zuständigkeitsbereich eines privaten Schiedsgerichts verhandelt.

Quellen

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