China und philippinische Küstenwache streiten über den Schiedsspruch zur Südchinesischen See von 2016

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Kurzfassung

  • China und die philippinische Küstenwache tauschten öffentliche Stellungnahmen zum Schiedsspruch zur Südchinesischen See von 2016 aus.
  • Die philippinische Küstenwache hält den Schiedsspruch des Tribunals für endgültig und bindend nach UNCLOS.
  • China lehnt den Schiedsspruch ab und macht geltend, das Tribunal habe seine Zuständigkeit überschritten und der Spruch sei rechtlich nichtig.
  • Der Streit umfasst außerdem unterschiedliche Auffassungen zur maritimen Transparenz und zu jüngsten Vorfällen in der Region.

Überblick

Am 26. Mai 2026 fand ein öffentlicher Schlagabtausch zwischen der philippinischen Küstenwache (PCG) und der chinesischen Botschaft über den Schiedsspruch von 2016 im Südchinesische-See-Streit vor dem Ständigen Schiedsgericht statt. Beide Seiten stritten über den rechtlichen Status und die Wirkung der Entscheidung des Tribunals, die maritime Rechte und Ansprüche unter UNCLOS betrifft.

Was passiert ist

PCG-Sprecher Jay Tristan Tarriela warf der chinesischen Botschaft vor, wiederholt über Social Media verbreitete Botschaften als Rechtsargumente zu verwenden, um den Schiedsspruch von 2016 zum Südchinesischen-See-Streit anzugreifen.

Tarriela erklärte, der Schiedsspruch des Ständigen Schiedsgerichts sei endgültig und bindend nach dem Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen (UNCLOS); außerdem verwies er darauf, dass Chinas Erklärung nach Artikel 298 aus dem Jahr 2006 in den früheren Entscheidungen zur Zuständigkeit durch das Tribunal behandelt worden sei.

Er bekräftigte, dass die Entscheidung von 2016 Chinas Anspruch auf die 'nine-dash line' für ungültig erklärt und die traditionellen Fischereirechte für philippinische Fischer am Scarborough Shoal bestätigt habe.

Die chinesische Botschaft wies die Entscheidung über den stellvertretenden Sprecher Guo Wei als 'illegal, nichtig und unwirksam' zurück. Sie machte geltend, das Schieds- bzw. Schiedstribunal habe seine Befugnisse überschritten und die chinesischen Ansprüche stützten sich auf territoriale Souveränität und historische Rechte. Zudem kritisierte die Botschaft Transparenzinitiativen der PCG und behauptete eine inszenierte Berichterstattung über maritime Vorfälle.

Kontext

Der Schiedsspruch von 2016, der vom Ständigen Schiedsgericht in Den Haag ergangen war, bezog sich auf Klagen der Philippinen gegen China bezüglich maritimer Zuständigkeiten im Südchinesischen Meer unter UNCLOS. China nahm nicht am Schiedsverfahren teil und lehnt sowohl das Verfahren als auch das Ergebnis beständig ab.

Laufende maritime Vorfälle und Streitigkeiten über die Berichterstattung zwischen China und den Philippinen spiegeln weiterhin weitergehende Meinungsverschiedenheiten über Souveränität, internationale Rechtsgrundsätze und regionale Gebietsansprüche wider.

Warum es wichtig ist

  • Der Austausch macht die fortdauernde Meinungsverschiedenheit über die rechtliche Gültigkeit und Durchsetzbarkeit des Schiedsspruchs von 2016 deutlich.
  • Er zeigt die Schwierigkeiten bei der Beilegung komplexer maritimer Streitigkeiten nach internationalem Recht, wenn die Parteien die Zuständigkeit eines Tribunals oder dessen Anwendbarkeit bestreiten.
  • Die fortgesetzten öffentlichen Stellungnahmen deuten auf anhaltende Spannungen im Südchinesischen Meer sowie auf unterschiedliche Herangehensweisen an rechtliche Argumente und die maritime Steuerung hin.

Quellen

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