Rajasthan High Court kritisiert erhebliche Verzögerung eines Schiedsgerichts in einem Streit aus dem Energiesektor trotz 14,5 Crore Schiedsgebühren
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Kurzfassung
- Der Rajasthan High Court befasste sich mit einer langjährigen Verzögerung in der Schiedsgerichtsbarkeit zwischen staatlichen Energieunternehmen und HCL Infosystems.
- Das Gericht stellte fest, dass 14,5 Crore Schiedsgebühren gezahlt wurden, der Streit aber seit 2019 nicht geklärt ist.
- Zentrale Streitpunkte sind unter anderem die Gebührenstruktur, wiederholte verfahrensrechtliche Fristverlängerungen und Vorwürfe der Befangenheit der Schiedsrichter.
- Der Fall ist für die abschließende Verhandlung am 4. Mai terminiert, wobei die Unterstützung des Generalstaatsanwalts des Bundesstaats angefordert wurde.
Überblick
Der Rajasthan High Court hat eine erhebliche Verzögerung durch ein Schiedsgericht bei der Beilegung eines bereits 2019 entstandenen Streits zwischen drei staatlichen Elektrizitäts-Verteilgesellschaften aus Rajasthan und HCL Infosystems Limited aufgegriffen. Trotz Schiedsgebühren in Höhe von insgesamt 14,5 Crore bleibt das Verfahren ungelöst. Dabei wurden Bedenken hinsichtlich der Gebührenpraxis, wiederholter Fristverlängerungen und der Unabhängigkeit des Schiedsgerichts geltend gemacht.
Was passiert ist
Der Streit geht auf die Vergabe des Vertrags zum Restructured Accelerated Power Development and Reforms Programme (RAPDRP) an HCL Infosystems im Jahr 2009 zurück. Das Schiedsverfahren wurde formell 2020 aufgenommen, nachdem HCL Infosystems im Jahr 2019 die Schiedsgerichtsbarkeit angerufen hatte.
Das Schiedsgericht setzt sich aus einem ehemaligen Richter am Supreme Court und zwei pensionierten Richtern am High Court zusammen. Die Parteien vereinbarten eine Vergütung von 2,5 Lakh Rupien pro Sitzung für jeden Schiedsrichter, außerhalb der Gebührenregelung, die in Schedule IV des Arbitration and Conciliation Act, 1996, vorgesehen ist.
Drei Energieunternehmen des Staates - Jaipur Vidyut Vitran Limited, Jodhpur Vidyut Vitran Limited und ein weiteres Jaipur Vidyut Vitran Limited - machten geltend, sie hätten 2022 einen Antrag zur Anfechtung der Gebühren eingereicht, über den bislang nicht entschieden wurde. Sie erhoben zudem Vorwürfe wegen Befangenheit und fehlender Unabhängigkeit der Mitglieder des Schiedsgerichts. Darüber hinaus seien zahlreiche Fristverlängerungen zur Beilegung des Verfahrens gewährt worden.
HCL Infosystems brachte vor, dass das Schiedsverfahren in der Endphase sei, und argumentierte, dass eine kürzlich gewährte Verlängerung von vier Monaten keinen Nachteil verursachen werde. Das Unternehmen wies Vorwürfe der Befangenheit gegen die Schiedsrichter zurück.
Der High Court bezeichnete die Verzögerung als
erschütternd
angesichts der hohen gezahlten Gebühren und der langsamen Verfahrensfortschritte. Das Gericht bat den Generalstaatsanwalt des Bundesstaats um Unterstützung und setzte eine vorrangige Verhandlung für den 4. Mai 2026 an.
Kontext
Der Arbitration and Conciliation Act, 1996, der die Notwendigkeit einer effizienten, zeitnahen Streitbeilegung betont, steht im Zentrum des Verfahrens. Schedule IV des Gesetzes sieht eine Gebührenstruktur vor, um Transparenz zu fördern und Kosten im Schiedsverfahren zu kontrollieren. Section 29A regelt Fristverlängerungen für die vollständige Durchführung schiedsgerichtlicher Verfahren.
Die Antragsteller sind öffentliche Einrichtungen, und das Gericht merkte an, dass die besonderen Umstände des Streits möglicherweise weitergehende Auswirkungen auf die Verwaltung der Schiedsgerichtsbarkeit im öffentlichen Sektor in Indien haben könnten.
Warum es wichtig ist
- Die Verhandlungen zeigen fortbestehende Bedenken innerhalb des indischen Schiedsregimes hinsichtlich Gebühren, verfahrensbezogener Effizienz und unparteilicher Zusammensetzung des Schiedsgerichts.
- Da die Parteien bedeutende staatseigene Strom- Verteilgesellschaften sind, führt eine langwierige Beilegung zu erheblichem Einsatz öffentlicher Mittel und kann Auswirkungen auf die übergreifende Infrastruktur-Governance haben.
- Das Ergebnis könnte verfahrensbezogene Praktiken in der indischen Schiedsgerichtsbarkeit klären, einschließlich der Einhaltung der Gebührenregelungen aus Schedule IV und der Verantwortlichkeit des Schiedsgerichts.
