ICSID-Schiedsverfahren von Neltume Ports gegen Uruguay wegen der Montecon-Investition eingeleitet

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Kurzfassung

  • Neltume Ports hat ein Schiedsverfahren gegen Uruguay formell beim ICSID eingeleitet.
  • Der Streit betrifft 600 Millionen US-Dollar im Zusammenhang mit den Hafenoperationen von Montecon.
  • Neltume macht eine Verletzung des Investitionsschutzabkommens Uruguay-Chile geltend.
  • Die erste Verfahrenssitzung findet diese Woche statt.

Überblick

Neltume Ports, ein chilenisches Unternehmen mit 60-prozentiger Beteiligung an Montecon, hat formelle Schiedsverfahren gegen Uruguay beim Internationalen Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten (ICSID) begonnen. Der Streit dreht sich um die Forderung von Neltume über 600 Millionen US-Dollar und beruht auf der Behauptung, dass Uruguays Verlängerung der Terminal Cuenca del Plata (TCP)-Hafenzugangskonzession die Investitionsförderungsvereinbarung zwischen Uruguay und Chile verletzt habe.

Was passiert ist

Neltume Ports hatte die Forderung vor zwei Jahren eingeleitet und geltend gemacht, die Vereinbarung Uruguays mit Katoen Natie zur Verlängerung der TCP-Hafenzugangskonzession habe die Interessen von Montecon beeinträchtigt und Vertragsschutzbestimmungen verletzt.

Das ICSID-Schiedsgericht ist seit Juli des vergangenen Jahres eingesetzt, und die erste formelle Sitzung findet diese Woche statt.

Auf Ersuchen der Parteien gab es eine Verhandlungsphase und eine vorübergehende Aussetzung des Schiedsverfahrens. Anschließend beantragte Neltume Ports eine Verlängerung, die von der uruguayischen Regierung abgelehnt wurde. Das Schiedsgericht legte daraufhin die Anfangsschritte des Verfahrens fest.

Neltume Ports fordert eine Entschädigung in Höhe von 600 Millionen US-Dollar, wie es zuvor in öffentlichen Mitteilungen angekündigt worden war.

Kontext

Montecon ist in den öffentlichen Bereichen des Hafens von Montevideo tätig. Die Eigentümerstruktur teilt sich zwischen Neltume Ports (60%) und ATCO (40%).

Ein paralleles ICSID-Schiedsverfahren wurde im Mai 2024 von ATCO, dem anderen großen Anteilseigner von Montecon, gegen Uruguay eingereicht. Dabei wird ein Betrag von 240 Millionen US-Dollar unter dem Investitionsschutzabkommen Uruguay-Canada geltend gemacht. Dieses Verfahren ist bislang nicht weiter fortgeschritten.

Warum es wichtig ist

  • Der Fall betrifft eine erhebliche Forderung eines ausländischen Investors aus einem Investitionsschutzabkommen und richtet damit den Blick auf den Umgang Uruguays mit Konzessionen sowie den Investitionsschutz.
  • Mehrere Verfahren vor dem ICSID können Auswirkungen auf das Investitionsumfeld Uruguays und den regulatorischen Rahmen für Hafenoperationen haben.

Quellen

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