Der High Court in Kalkutta verweist DVC-Tarife und IBC-verbundene Ansprüche an ein einziges Schiedsverfahren
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Kurzfassung
- Der High Court in Kalkutta hat einen Einzel-Schiedsrichter für Streitigkeiten zwischen Damodar Valley Corporation und Debeanjana Hard Coke bestellt.
- Der Streit betrifft nicht gezahlte Differenztarife sowie zusätzliche Stromforderungen aus einem Power Supply Agreement.
- Verfahren nach Section 9 des Insolvency and Bankruptcy Code sind vor NCLT, Kolkata anhängig.
- Alle Fragen einschließlich Verjährung und Schiedsfähigkeit werden dem Schiedsgericht zur Entscheidung überlassen.
Überblick
Der High Court in Kalkutta erließ eine Anordnung zur Bestellung eines Einzel-Schiedsrichters zur Entscheidung über Streitigkeiten zwischen Damodar Valley Corporation und Debeanjana Hard Coke Private Limited. Der Streit betrifft nicht gezahlte Differenztarife sowie strombezogene Forderungen, die an ein Power Supply Agreement gekoppelt sind. Ausstehende Ansprüche führten zudem zu IBC-Verfahren, und beide Parteien stimmten einem Schiedsverfahren zu.
Was passiert ist
Damodar Valley Corporation (DVC) und Debeanjana Hard Coke schlossen 2006 ein Power Supply Agreement, auf dessen Grundlage DVC nicht gezahlte Differenztarife für zwischen 2006 und 2013 gelieferte Elektrizität sowie zusätzliche ausstehende Stromforderungen geltend macht.
DVC erteilte am 1. Januar 2021 eine Endabrechnung und, nachdem keine Zahlung erfolgte, stellte sie im September 2022 eine Abkündigungs-/Trennungsmitteilung zu und unterbrach anschließend die Stromversorgung.
IBC-Verfahren (Section 9) wurden von DVC eingeleitet und sind weiterhin vor NCLT, Kolkata anhängig.
Nach einer Schiedsmitteilung nach Section 21 des Arbitration and Conciliation Act und im gegenseitigen Einverständnis wurde der High Court in Kalkutta um die Bestellung des Schiedsrichters nach Section 11(6) ersucht.
Beide Parteien waren einig, Herrn Mainak Bose, Senior Advocate, als einzigen Schiedsrichter zu bestellen. Das Gericht ließ alle materiellen und verfahrensrechtlichen Fragen, einschließlich Verjährung, zur Entscheidung dem Schiedsgericht.
Kontext
Der Streit dreht sich um über lange Zeit ausstehende Differenzen bei Stromtarifen, die von einer Regulierungsbehörde festgestellt wurden, sowie um damit zusammenhängende Abrechnungen zur Stromlieferung - und zeigt Überschneidungen zwischen dem Arbitration and Conciliation Act, 1996 und dem Insolvency and Bankruptcy Code, 2016.
Der vereinbarte Wechsel hin zu einem Einzel-Schiedsrichter statt des im Vertrag ursprünglich vorgesehenen Drei-Schiedsrichter-Gremiums spiegelt die Zustimmung beider Parteien und die gerichtliche Effizienz bei der Beilegung von Geschäftsstreitigkeiten wider.
Warum es wichtig ist
- Die Anordnung ermöglicht, dass das Schiedsverfahren über komplexe, mehrjährige Energieversorgungs- und insolvenzbezogene Ansprüche fortgesetzt werden kann, ohne die Erfolgsaussichten oder verfahrensrechtliche Einwände vorwegzunehmen.
- Der Ansatz wahrt die Parteienautonomie und überlässt dem bestellten Schiedsrichter die Entscheidung unter anderem zu Fragen wie Schiedsfähigkeit, Zulässigkeit und Verjährung.
