Ausschuss des Florida Senate stoppt Gesetzesentwurf zur Reform der Schiedsverfahren für Citizens Property Insurance

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Kurzfassung

  • Gesetzentwurf in Florida zur Reform des Schiedsverfahrens für Citizens Property Insurance scheitert im Senat
  • Der Entwurf zielte darauf ab, die Schiedsgerichtsbarkeit für Versicherungsnehmer optional zu machen
  • Nach dem bestehenden Verfahren obsiegt Citizens in Streitigkeiten häufig
  • Versicherungsnehmern fällt es schwer, sich aus dem Schiedsverfahren zurückzuziehen, und sie riskieren Haftung für Rechtskosten

Überblick

Die Bemühungen, das Schiedsverfahren für Citizens Property Insurance in Florida zu reformieren, sind ins Stocken geraten, nachdem ein entscheidender Gesetzentwurf den Weg durch den Senat nicht geschafft hat. Der Entwurf hätte die Schiedsgerichtsbarkeit für Versicherungsnehmer bei strittigen Leistungsentscheidungen optional gemacht - vor dem Hintergrund anhaltender Bedenken hinsichtlich Fairness und möglicher verfassungsrechtlicher Fragen im bestehenden System.

Was passiert ist

Floridaer Abgeordnete brachten einen Gesetzentwurf ein, der das Schiedsverfahren für Citizens Property Insurance für Versicherungsnehmer optional machen sollte, wenn diese Leistungsentscheidungen anfechten.

Der Gesetzentwurf entstand aus Kritik am derzeitigen Schiedsverfahren, bei dem Streitigkeiten vor einen einzelnen von Citizens bezahlten Richter gebracht würden und das Berichten zufolge häufig zu Ergebnissen führt, die dem Versicherer begünstigen.

Im Verlauf der parlamentarischen Prüfung scheiterte der Entwurf im Ausschuss für Verfahrensfragen (rules committee) des Florida Senate und beendete damit die Reformbemühungen für diese Sitzungsperiode faktisch.

Nach den derzeitigen Verfahren fällt es Hausbesitzern schwer, sich aus Schiedsverfahren zurückzuziehen, weil Richter entschieden hätten, dass Schiedsvereinbarungen 'unwiderruflich' sind.

Wer im Schiedsverfahren unterliegt, riskiert, vom Versicherer zur Zahlung erheblicher Rechtskosten und Kosten verpflichtet zu werden. Das erhöht die Besorgnis bei Anwälten und deren Mandanten.

Kontext

Citizens Property Insurance, das vom Staat Florida betrieben wird, steht wegen seines Schiedsverfahrens unter Kritik. Einige behaupten, es fehle an Unparteilichkeit und es gebe eingeschränkte Möglichkeiten, Entscheidungen anzufechten.

Ermittlungen haben darauf hingewiesen, dass Schiedsrichter vom Versicherer entlohnt werden. Das wirft Fragen zur Fairness und zur Verfassungsmäßigkeit auf.

Anwälte der Kläger berichten von einem deutlichen Ungleichgewicht bei den Ergebnissen: Der Versicherer gewinne nahezu alle geschiedenen Streitigkeiten, die im Schiedsverfahren verhandelt würden.

Warum es wichtig ist

  • Das Scheitern der gesetzgeberischen Reform erhält die derzeit verbindliche Schiedsgerichtsbarkeit für Citizens-Versicherungsnehmer aufrecht. Kritiker machen geltend, dass dies den Versicherer begünstige und die Rechte von Hausbesitzern einschränke.
  • Unveränderte Verfahren dürften weiterhin einen großen Teil der Versicherungsnehmer in Florida betreffen - insbesondere, wenn extreme Wetterereignisse zu mehr Versicherungsansprüchen und Streitigkeiten führen.

Quellen

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