Keppel-Tochtergesellschaft startet Schiedsverfahren in Singapur wegen Streit um Landgebühren von rund 261 Millionen US-Dollar in einem Vietnam-JV
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Kurzfassung
- Keppels Tochter Corredance Pte. Ltd. hat ein Schiedsverfahren beim Singapore International Arbitration Centre eingeleitet.
- Streitgegenstand ist die Haftung für VND 6,877 Billionen (ca. 261 Millionen US-Dollar) an Landnutzungsgebühren für das Projekt Empire City in Ho-Chi-Minh-Stadt.
- Corredance fordert Feststellungen, dass die Joint-Venture-Partner - nicht Keppel - die Gebühren tragen und etwaige Verluste ausgleichen müssen.
- Keppel warnt, dass die Rentabilität des Projekts sinken würde, falls die Partner die Gebühren nicht übernehmen.
Überblick
Keppel Corporation Limited hat über seine Tochter Corredance Pte. Ltd. Schiedsverfahren beim Singapore International Arbitration Centre gegen seine Joint-Venture-Partner Denver Power, Tien Phuoc Real Estate und Tran Thai Lands eingeleitet. Der Fall betrifft Meinungsverschiedenheiten darüber, wer für zusätzliche Landnutzungsgebühren in Höhe von rund 261 Millionen US-Dollar verantwortlich ist, die für Grundstücke im Rahmen des Urban-Development-Projekts Empire City in Ho-Chi-Minh-Stadt (Vietnam) erhoben wurden.
Was passiert ist
Corredance Pte. Ltd., eine Tochtergesellschaft von Keppel Corporation mit Sitz in Singapur, hat ein Schiedsverfahren beim Singapore International Arbitration Centre (SIAC) eingeleitet.
Die Klage richtet sich gegen Denver Power, Tien Phuoc Real Estate und Tran Thai Lands - die Joint-Venture-Partner von Keppel im Projekt Empire City.
Der Kern der Auseinandersetzung betrifft die Haftung für etwa VND 6,877 Billionen (261 Millionen US-Dollar) an zusätzlichen Landnutzungsgebühren, die für die Grundstücke des Thu-Thiem-New-Area-Projekts erhoben wurden.
Corredance macht geltend, die Garantien und Zusicherungen im Investitionsvertrag von 2016 bedeuteten, dass die Partner diese Gebühren tragen und die damit verbundenen Verluste ausgleichen müssten - nicht Keppel.
Das Unternehmen beantragt im Schiedsverfahren verbindliche Feststellungen sowie Schadensersatzleistungen (indemnification).
Keppel führt aus, dass die Projektinvestition bei den aktuellen Grundstücks-Betriebskosten weiterhin rentabel sei, weist jedoch darauf hin, dass die Rentabilität sinken würde, falls die Gebühren nicht von seinen Joint-Venture-Partnern getragen werden.
Kontext
Das Joint-Venture Empire City ist ein Vorzeige-Immobilienentwicklungsprojekt im Thu-Thiem-New-Area-Gebiet von Ho-Chi-Minh-Stadt und umfasst Keppel sowie verschiedene vietnamesische Partner.
Der Investitionsvertrag von 2016 regelt die Beziehungen zwischen den Partnern und deren jeweiligen Haftung für Projektkosten und Verpflichtungen.
Jüngst zusätzlich erhobene Landnutzungsgebühren für die dem Projekt zugeordneten Grundstücke haben die finanziellen und rechtlichen Unsicherheiten für die beteiligten Unternehmen verstärkt.
Warum es wichtig ist
- Das Schiedsverfahren befasst sich mit der Zuordnung einer erheblichen finanziellen Belastung für ein großes Stadtentwicklungsprojekt in Vietnam.
- Eine Entscheidung gegen die Partner von Keppel könnte die vertragliche Risikoverteilung in großen, grenzüberschreitenden Immobilienprojekten mit vietnamesischen Landnutzungsgebühren klären.
- Das Ergebnis kann die Rentabilität des Projekts Empire City beeinflussen und als Maßstab für die Behandlung ähnlicher Investitionsstreitigkeiten in der Region dienen.
