Gericht in Benghazi erklärt Al-Kharafi-Landpachtvertrag und Schiedsspruch von 2013 für nichtig

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Kurzfassung

  • Das Gericht im Norden Benghazis beendet den Landpachtvertrag von 2006 mit Al-Kharafi.
  • Der internationale Schiedsspruch von 2013 zugunsten von Al-Kharafi wird für nichtig erklärt.
  • Al-Kharafi muss 15 Milliarden libysche Dinar als Entschädigung zahlen.
  • Das Gericht stellt fest, dass Al-Kharafi vertragliche Pflichten verletzt hat.

Überblick

Das Gericht im Norden Benghazis hat einen Landpachtvertrag für ein Tourismusprojekt mit dem kuwaitischen Unternehmen Al-Kharafi beendet, einen damit zusammenhängenden internationalen Schiedsspruch aus dem Jahr 2013 für nichtig erklärt und den Staat zu erheblicher Entschädigung verurteilt.

Was passiert ist

An einem in der Veröffentlichung im August 2026 genannten Datum entschied das Gericht im Norden Benghazis, einen Landpachtvertrag zu beenden, der am 8. Juni 2006 zwischen dem libyschen Staat und dem kuwaitischen Unternehmen Al-Kharafi geschlossen worden war und für ein Tourismusinvestitionsprojekt vorgesehen war.

Das Gericht stellte fest, dass Al-Kharafi seine vertraglichen Verpflichtungen verletzt habe, weil es das Projekt viele Jahre nach Vertragsunterzeichnung nicht finanziert, nicht begonnen und nicht umgesetzt habe.

Infolgedessen erklärte das Gericht den internationalen Schiedsspruch aus dem Jahr 2013, der Libyen zur Zahlung von mehr als 936 Millionen US-Dollar an Al-Kharafi als Entschädigung verpflichtet hatte, für nichtig und für innerhalb wie außerhalb Libyens nicht anwendbar.

Das Gericht verurteilte Al-Kharafi, dem libyschen Staat 10 Milliarden libysche Dinar als materielle Entschädigung und 5 Milliarden libysche Dinar als immaterielle Schäden sowie Gerichtskosten zu zahlen.

Kontext

Der Streit betrifft eine Vereinbarung aus dem Jahr 2006 über ein Tourismusprojekt in Libyen, das von Al-Kharafi nie umgesetzt wurde und zu einem früheren Schiedsspruch aus dem Jahr 2013 zugunsten des Unternehmens führte.

Bisherige Vollstreckungsmaßnahmen im Zusammenhang mit diesem Schiedsspruch haben in mehreren Jurisdiktionen stattgefunden, während die aktuelle Entscheidung eine innerstaatliche rechtliche Reaktion innerhalb Libyens darstellt.

Warum es wichtig ist

  • Die Entscheidung hebt einen umfangreichen internationalen Schiedsspruch auf und betont die Zuständigkeit lokaler libyscher Gerichte für einen hoch dotierten grenzüberschreitenden Streit.
  • Sie begründet eine erhebliche finanzielle Haftung für das kuwaitische Unternehmen und könnte künftige Streitbeilegungs- und Vollstreckungsfragen zu libyschen Investitionsprojekten beeinflussen.
  • Die Entscheidung kann Bemühungen erschweren, den früheren Schiedsspruch anderswo anerkennen oder vollstrecken zu lassen.

Quellen

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