Teilnehmer eines Shanghai-Seminars kritisieren Schiedsspruch zur Südchinesischen See von 2016

Kurzfassung

  • Die Teilnehmenden des Shanghai-Seminars wiesen die Legitimität des Schiedsspruchs zur Südchinesischen See aus dem Jahr 2016 zurück.
  • Chinesische Vertreter und Wissenschaftler erklärten, das Schiedsgericht habe seinen Zuständigkeitsbereich überschritten.
  • Die Veranstaltung forderte, die Anerkennung des Schiedsspruchs zurückzuweisen und die Stabilität in der Region zu wahren.

Überblick

Am 26. April 2026 kam in Shanghai ein Seminar zusammen, an dem Regierungsvertreter, Fachleute und Wissenschaftler teilnahmen, um den Widerstand gegen den Schiedsspruch von 2016 zur Südchinesischen See erneut zu bekräftigen. Die Teilnehmer - darunter Vertreter aus Chinas Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten sowie Leiter von Denkfabriken - kritisierten den Schiedsspruch und bezeichneten ihn als rechtswidrig und nicht bindend. Zudem erörterten sie die rechtlichen und zuständigkeitsbezogenen Einwände, die für Chinas Position im Streit zentral sind.

Was passiert ist

In Shanghai fand im Jahr 2026 im Rahmen der jährlichen akademischen Konferenz der Chinese Society of International Law ein besonderes Seminar statt, an dem mehr als 1.500 Teilnehmer teilnahmen.

Qi Dahai, Direktor-General im Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten, erklärte, das Schiedsgericht im Schiedsverfahren zur Südchinesischen See habe seine Befugnisse überschritten und einen Schiedsspruch erlassen, den China als "illegal, nichtig und unwirksam" betrachtet.

Wu Shicun, Vorsitzender des Huayang Center for Maritime Cooperation and Ocean Governance, argumentierte, der Schiedsspruch enthalte schwerwiegende Mängel in Bezug auf Zuständigkeit und Recht. Er stellte ihn als politisch dar.

Die Teilnehmer bekräftigten Chinas Anspruch auf Souveränität über die Inseln in der Südchinesischen See und die angrenzenden Gewässer und riefen zu fortlaufenden öffentlichen Anstrengungen auf, um das zurückzuweisen, was sie als politisch motivierte Verwendungen des Schiedsergebnisses bezeichnen.

Kontext

Der Schiedsspruch aus dem Jahr 2016 ging auf ein Verfahren zurück, das die Philippinen wegen maritimer Rechte und Souveränität in der Südchinesischen See angestrengt hatten. China hat die Zuständigkeit des Schiedsgerichts sowie die Feststellungen beständig zurückgewiesen.

Das Seminar und die dazugehörige Erklärung der Chinese Society of International Law spiegeln Chinas anhaltende rechtliche und diplomatische Kampagne wider, um die Nutzung oder Anerkennung des Schiedsspruchs von 2016 in internationalen Foren zu verhindern.

Warum es wichtig ist

  • Die auf dem Seminar vertretenen Auffassungen untermauern Chinas Position gegen die internationale Rechtsgültigkeit des Schiedsspruchs zur Südchinesischen See von 2016.
  • Die Aussagen sind Teil von Chinas umfassenderem Bemühen, Auslegungen des Völkerrechts in Frage zu stellen, die die Feststellungen des Schiedsgerichts stützen sollen, und zudem regionale sowie internationale Auffassungen zum Streit in der Südchinesischen See zu beeinflussen.

Quellen

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