Familien aus Maryland beantragen Gerichtssanktionen, nachdem Perdue in einem PFAS-Verfahren die Mediation absagt
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Kurzfassung
- Über 550 Familien in der Nähe von Salisbury, Maryland, machen geltend, Perdues Anlagen hätten ihr Grundwasser mit PFAS verunreinigt.
- Perdue sagte eine geplante, vom Bundesgericht angeordnete Mediation rund zwei Wochen vor dem Start ab.
- Die Anwälte der Familien haben das Gericht gebeten, Perdue wegen der Absage der Mediation zu sanktionieren.
- Die Klage wegen PFAS-Verunreinigungen läuft weiter; der Antrag auf Sanktionen ist anhängig.
Überblick
Mehr als 550 Familien in Salisbury, Maryland, suchen Gerichtssanktionen gegen Perdue, nachdem das Unternehmen sich aus einer geplanten, vom Gericht angeordneten Mediation in einem Verfahren zurückgezogen hat, das eine PFAS-Chemikalienkontamination ihres Trinkwassers behauptet. Die Familien führen an, die Entscheidung von Perdue verlängere ihre Wartezeit auf Hilfe, Aufräumarbeiten oder Entschädigung.
Was passiert ist
Die Familien machen geltend, Perdues Anlagen hätten lokales Grundwasser und Brunnen mit PFAS verunreinigt - eine Art persistenter synthetischer Chemikalie.
Eine Bundesklage zu diesen Vorwürfen läuft seit zwei Jahren.
Eine Mediation, die vom Gericht als möglicher Schritt in Richtung Vergleich angeordnet worden war, sollte beginnen, wurde aber von Perdue etwa zwei Wochen zuvor abgesagt.
Die Anwälte der Kläger haben das Bundesgericht gebeten, Perdue wegen der Absage der Mediation zu sanktionieren und argumentieren, dies habe die Beilegung des Streits verzögert.
Der Antrag auf Gerichtssanktionen ist derzeit anhängig, während die umfassendere Umweltklage weiterhin läuft.
Kontext
PFAS-Chemikalien, die manchmal auch als 'forever chemicals' bezeichnet werden, haben landesweit Gesundheits- und Umweltbedenken ausgelöst - unter anderem wegen ihrer Beständigkeit im Grundwasser und in Wasserversorgungen.
Mediation ist in Umweltverfahren ein häufig genutztes Instrument, um eine Einigung zu fördern und einen langwierigen Prozess zu vermeiden; ihre Absage kann jedoch dazu führen, dass betroffene Gemeinden länger auf Antworten oder Sanierungsmaßnahmen warten müssen.
Warum es wichtig ist
- Die gemeldete Absage der Mediation könnte Verzögerungen für Familien verlängern, die Hilfe wegen angeblicher Verunreinigung ihres Wassers suchen.
- Der Antrag auf Sanktionen könnte Tempo und weiteren Verlauf des zugrunde liegenden Verfahrens beeinflussen.
- Der Streit zeigt die Herausforderungen, mit denen Gemeinden bei der Erlangung zeitnaher Lösungen für Umweltverunreinigungsansprüche konfrontiert sind.
