Chinesische Botschaft in Japan protestiert gegen Tokios Äußerungen zum Schiedsspruch im Südchinesischen Meer
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Kurzfassung
- Die Chinesische Botschaft in Japan legte Protest gegen Japans Unterstützung des Schiedsspruchs im Südchinesischen Meer ein.
- Der japanische Außenminister machte Äußerungen zum 10. Jahrestag der Entscheidung.
- China behauptet, der Schiedsspruch sei nichtig und nicht bindend.
- Der Protest zeigt anhaltende diplomatische Spannungen wegen der Frage im Südchinesischen Meer.
Überblick
Zum 10. Jahrestag des Schiedsspruchs im Südchinesischen Meer hat die Chinesische Botschaft in Japan formell Protest gegen Japans Unterstützung der Entscheidung eingelegt. Der Protest wurde dem japanischen Außenministerium übergeben - nach öffentlichen Äußerungen des japanischen Außenministers und der Veröffentlichung einer gemeinsamen Erklärung mit weiteren Ländern. Die Botschaft vertritt weiterhin die Auffassung, der Schiedsspruch sei ungültig. Gleichzeitig bleiben die Spannungen zwischen China und Japan wegen der Angelegenheit bestehen.
Was passiert ist
Die Chinesische Botschaft in Japan hat dem japanischen Außenministerium einen formellen Protest wegen jüngster Äußerungen des japanischen Außenministers übermittelt, der den 10. Jahrestag des Schiedsspruchs im Südchinesischen Meer zum Anlass nahm.
Shi Yong, Geschäftsträger bei der Chinesischen Botschaft, brachte die Angelegenheit bei Kanai Masaaki, dem Generaldirektor des Büros für Angelegenheiten Asiens und Ozeaniens, vor.
Die Chinesische Botschaft erklärte, der Schiedsspruch sei rechtswidrig, habe keine bindende Wirkung, und Chinas territoriale sowie seerechtliche Ansprüche im Südchinesischen Meer blieben unberührt.
Die Botschaft warf Japan vor, die Schiedsentscheidung zu politisieren und in regionale Angelegenheiten einzugreifen, und warnte vor möglichen diplomatischen Folgen.
Kontext
Der Schiedsspruch im Südchinesischen Meer aus dem Jahr 2016 wurde im Rahmen des UN-Übereinkommens über das Recht des Meeres (UNCLOS) erlassen und kam in den maritimen Streitigkeiten zwischen der Philippinen und China weitgehend zugunsten der Philippinen zu dem Ergebnis.
China hat die Gültigkeit der Entscheidung stets zurückgewiesen und wendet sich gegen jede Berufung auf den Schiedsspruch durch Staaten - einschließlich Japan - oder deren Unterstützung.
Japan ist zwar kein direkter Anspruchsteller im Südchinesischen Meer, hat aber wiederholt seine Unterstützung für den Schiedsspruch im Kontext von Erörterungen zur maritimen Sicherheit in der Region zum Ausdruck gebracht.
Warum es wichtig ist
- Der erneute Protest verdeutlicht anhaltende diplomatische Reibung zwischen China und Japan.
- Der Vorfall unterstreicht die fortdauernde Bedeutung des Schiedsspruchs im Südchinesischen Meer für die Beziehungen in der Region und für Debatten zum internationalen Seerecht.
- Er spiegelt umfassendere Spannungen im Zusammenhang mit der Auslegung und Umsetzung von UNCLOS sowie dem Status des Schiedsspruchs wider.
