Massen-Schiedsverfahren gegen Google wegen angeblicher Überzahlungen bei Werbung

By ADR Journal Editorial Desk Veröffentlicht Updated 1 Quelle Vereinigte Staaten

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Kurzfassung

  • Tausende Werbetreibende haben massenhaft Schiedsverfahren gegen Google beantragt.
  • Die Forderungen beruhen auf angeblichen Überzahlungen wegen angeblich monopolistischer Werbepraxis von Google.
  • Die insgesamt geltend gemachten Schäden werden auf 218 Milliarden US-Dollar geschätzt.
  • Die Anträge werden von der Kanzlei Keller Postman koordiniert.

Überblick

Tausende Werbetreibende haben in einem Massenverfahren Schiedsverfahren gegen Google eingeleitet und machen geltend, sie hätten aufgrund der monopolistischen Praktiken des Unternehmens in den Märkten für Such- und Display-Werbung zu viel bezahlt. Die Forderungen werden von der Kanzlei Keller Postman koordiniert und sollen Berichten zufolge Schäden in Höhe von insgesamt rund 218 Milliarden US-Dollar anstreben.

Was passiert ist

Keller Postman - eine auf Kampagnen für massenhaft Schiedsverfahren spezialisierte Kanzlei - hat im April begonnen, einzeln tausende Schiedsverfahren gegen Google zu beantragen.

Die Anträge beziehen sich auf angebliche Überzahlungen von Werbetreibenden, die in den vergangenen zehn Jahren Googles Such- oder Display-Werbedienste genutzt haben.

Die rechtlichen Ansprüche stützen sich auf Feststellungen von zwei Bundesrichtern, wonach Google in der Suchwerbung und auf dem Display-Werbemarkt jeweils illegale Monopole betrieben habe.

Die Kanzlei erwartet, dass die Zahl der Schiedsanträge bis zum Abschluss der Kampagne auf zehntausende steigen wird - und zwar für Werbetreibende, die sich durch die Preisgestaltung von Google geschädigt sehen.

Kontext

Bei massenhaft Schiedsverfahren werden viele einzelne Schiedsverfahren koordiniert, statt eine Sammelklage zu verfolgen - häufig als Reaktion auf verpflichtende Schiedsklauseln in Nutzervereinbarungen. Keller Postman hatte zuvor in einer ähnlichen Strategie mehr als 75.000 Schiedsverfahren gegen Amazon eingereicht.

Solche Kampagnen für massenhaft Schiedsverfahren können großen Technologieunternehmen erheblichen Druck - sowohl verfahrensrechtlich als auch finanziell - auferlegen, wie sich auch an früheren Änderungen der Schiedsverfahrensrichtlinien von Amazon nach ähnlichen Aktionen gezeigt hat.

Warum es wichtig ist

  • Die Kampagne für massenhaft Schiedsverfahren könnte zu erheblichen finanziellen Haftungsrisiken für Google führen, falls die Antragsteller durchdringen.
  • Die Entwicklung zeigt den wachsenden Einsatz von massenhaft Schiedsverfahren als Instrument, um die Geschäfts- und Vertragspraktiken großer Technologieunternehmen anzugreifen.
  • Die Kampagne könnte künftige Strategien zur Streitbeilegung und die Ausgestaltung von Schiedsklauseln im Bereich der digitalen Werbung beeinflussen.

Quellen

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