US-Richter verweist den Missbrauchsvorwurf der Familie Cascio gegen das Vermögen von Michael Jackson an ein privates Schiedsverfahren
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Kurzfassung
- Ein US-Richter wies eine Sexualmissbrauchsklage der Familie Cascio gegen das Vermögen von Michael Jackson ab.
- Der Streit muss nach einer vertraglichen Klausel aus dem Jahr 2019 in einem privaten Schiedsverfahren geklärt werden.
- Die Familie Cascio macht geltend, sie sei nach der Veröffentlichung von 'Leaving Neverland' in eine Einigung über 3,5 Millionen US-Dollar gedrängt worden.
- Das Vermögen bestreitet alle Vorwürfe und hält die Klage für finanziell motiviert.
Überblick
Ein Bundesrichter in den Vereinigten Staaten hat eine von der Familie Cascio gegen das Vermögen von Michael Jackson eingereichte Klage abgewiesen. Sie warf Michael Jacksons Estate vor, es habe sexuellen Missbrauch in der Kindheit gegeben, und stellte zugleich eine frühere Vergleichsvereinbarung infrage.
Die Abweisung beruhte auf einem 2019 geschlossenen Vertrag zwischen den Parteien, der eine verbindliche Schiedsklausel enthielt. Danach müssen Streitigkeiten privat und nicht vor einem öffentlichen Gericht geklärt werden.
Die Familie Cascio hatte vorgetragen, die Vereinbarung von 2019 sei wegen angeblicher Nötigung bei Unterzeichnung ungültig gewesen. Das Gericht kam jedoch zu dem Ergebnis, dass es verpflichtet sei, die ausdrücklichen Bedingungen der Schiedsklausel durchzusetzen.
Was passiert ist
In einer Entscheidung eines Bundesgerichts wies Richter Hernán D. Vera die Klage der Familie Cascio zurück. Darin wurde Michael Jackson vorgeworfen, in der Kindheit sexuellen Missbrauch begangen zu haben, und es wurde gegen sein Vermögen geklagt.
Die Entscheidung stützte sich auf einen Vergleich aus dem Jahr 2019 zwischen der Familie Cascio und dem Jackson-Vermögen. Dieser enthielt eine Klausel, nach der alle damit zusammenhängenden Streitigkeiten in einem privaten Schiedsverfahren beigelegt werden müssen.
Die Familie Cascio hatte argumentiert, die Vereinbarung von 2019 sei wegen angeblicher Nötigung ungültig gewesen. Der Richter schrieb jedoch, dass das Gericht ungeachtet der Art der Vorwürfe an die Durchsetzung der Schiedsklausel gebunden sei.
Das Jackson-Vermögen wies die Ansprüche zurück und bezeichnete die Klage als einen am Geld orientierten Versuch. Es hielt fest, dass alle Vorwürfe vom Vermögen bestritten werden.
Kontext
Die Familie Cascio hatte zuvor Michael Jackson unterstützt, kehrte aber nach der Veröffentlichung des Dokumentarfilms 'Leaving Neverland' ihre Haltung um.
Mit ihrer ursprünglichen Klage wurde sowohl die zugrunde liegende Darstellung als auch die Wirksamkeit der Vergleichsvereinbarung aus dem Jahr 2019 angegriffen.
Warum es wichtig ist
- Die Entscheidung unterstreicht die Durchsetzbarkeit von Schiedsklauseln auch in hochprofiligen und sensiblen Streitigkeiten - selbst wenn es um schwere Vorwürfe geht.
- Sie zeigt zudem die Schwierigkeiten, zuvor unterzeichnete Schiedsvereinbarungen anzufechten, insbesondere im Zusammenhang mit Vergleichsverhandlungen nach öffentlichen Anschuldigungen.
