Fortnite-, Roblox- und Minecraft-Anbieter wollen Schiedsverfahren in Klagen wegen Spielsucht bei Kindern in Kalifornien durchsetzen
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Kurzfassung
- Epic Games, Roblox und Microsoft haben einen kalifornischen Richter gebeten, Schiedsverfahren in Klagen über angebliche Spielsucht bei Minderjährigen zu erzwingen.
- Der Fall prüft, ob Minderjährige und Eltern die Schiedsbedingungen durch das Spielen dieser Spiele akzeptiert haben.
- Die Kläger machen geltend, es bestehe Unklarheit darüber, wer die Nutzerbedingungen tatsächlich akzeptiert hat.
- Das Gericht hat noch nicht entschieden, ob die Ansprüche ins Schiedsverfahren gehen oder vor Gericht verhandelt werden.
Überblick
Epic Games, Roblox und Microsoft haben beantragt, dass Klagen, in denen behauptet wird, ihre Spiele seien für Minderjährige süchtig machend, in ein verbindliches Schiedsverfahren überführt werden. Die Verfahren betreffen Klagen von Eltern, wonach beliebte Spiele wie Fortnite, Roblox und Minecraft die psychische Gesundheit von Kindern beeinträchtigten, indem sie zwanghaftes Spielen förderten. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Nutzer - einschließlich Minderjähriger und ihrer Eltern - die Schiedsvereinbarung über die Nutzungsbedingungen akzeptiert haben.
Was passiert ist
Am 11. Juni 2024 traten Epic Games, Roblox und Microsoft vor dem Oberlandesgericht Los Angeles County vor Richter Lawrence Riff auf, um eine Anordnung zur Erzwingung eines Schiedsverfahrens in einer Klage zu erreichen, die von Evette Gibson im Namen ihres minderjährigen Kindes mit der Bezeichnung I.H.G. eingebracht wurde. Der Fall gehört zu etwa 40 in Kalifornien konsolidierten Klagen, in denen behauptet wird, die Spiele der Unternehmen seien süchtig machend und schädigten das Wohl der Kinder.
Während einer sechs Stunden dauernden Verhandlung führten Anwälte der Unternehmen aus, das Spielen ihrer Spiele setze voraus, dass Nutzer über die Nutzungsbedingungen der Spiele und Vereinbarungen für Endnutzer ein verbindliches Schiedsverfahren akzeptierten. Die Anwälte der Kläger entgegneten, es sei unklar, wer diese Bedingungen tatsächlich akzeptiert habe, wobei die Beteiligten angaben, sie könnten sich nicht daran erinnern, solche Vereinbarungen geschlossen zu haben.
Epic Games verwies auf andere Verfahren, in denen ähnliche Ansprüche wegen Spielsucht bei Videospielen trotz Einwänden im Zusammenhang mit der rechtlichen Handlungsfähigkeit von Minderjährigen und anderen Faktoren an ein Schiedsverfahren verwiesen worden seien. Richter Lawrence Riff hat den Antrag zur weiteren Entscheidung zurückgestellt und noch keine Entscheidung erlassen.
Kontext
Die Gibson-Klage ist die erste der konsolidierten Verfahren, die in Kalifornien im staatlichen Gericht darauf testet, ob Ansprüche im Zusammenhang mit Spielsucht in ein Schiedsverfahren überführt werden können - mit möglichen Auswirkungen darauf, wie solche Ansprüche künftig behandelt werden. Das Ergebnis könnte die übergreifende Prozessstrategie sowohl der Videospielunternehmen als auch der Anspruchsteller in ähnlichen Streitigkeiten beeinflussen.
Die Ansprüche beziehen sich auf behauptete emotionale und verhaltensbezogene Schäden an Kindern, die auf die Gestaltungselemente der Spiele zurückgeführt werden. Die Kläger sind der Ansicht, Minderjährige seien besonders anfällig, während die Beklagten vortragen, Nutzervereinbarungen und Schiedsklauseln seien in der Branche üblich.
Warum es wichtig ist
- Die Entscheidung des Gerichts wird bestimmen, ob diese mit Spielsucht begründeten Ansprüche privat in einem Schiedsverfahren verhandelt werden müssen oder ob sie vor einem öffentlichen Gericht weiterlaufen können.
- Eine Entscheidung, die die Durchführung eines Schiedsverfahrens anordnet, könnte ein verfahrensrechtliches Präzedenzfall-Niveau dafür schaffen, wie ähnliche Ansprüche im Zusammenhang mit Minderjährigen und digitalen Plattformen zu behandeln sind.
Quellen
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Video game makers attempt to send kid's addiction claims to arbitration
courthousenews.com
