Goldman Sachs beantragt beim US Supreme Court eine Überprüfung der Durchsetzung von Schiedsverfahren im Insolvenzverfahren

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Kurzfassung

  • Goldman Sachs hat beim US Supreme Court eine Petition eingereicht.
  • Die Petition zielt auf eine Klarstellung, ob Insolvenzgerichte den Federal Arbitration Act übergehen können.
  • Der Fall betrifft die Durchsetzung von Schiedsvereinbarungen in Klagen wegen Verstößen gegen den automatischen Vollstreckungsschutz nach Section 362(k) des Insolvenzrechts.
  • Die Petition verweist auf die Häufigkeit solcher Streitfragen in Insolvenz- und District Courts.

Überblick

Goldman Sachs hat beim US Supreme Court eine Petition auf certiorari eingereicht. Damit will das Gericht klären, unter welchen Umständen Insolvenzgerichte Schiedsvereinbarungen unter dem Federal Arbitration Act (FAA) nicht durchsetzen dürfen, wenn Ansprüche unter Section 362(k) des Insolvenzrechts wegen Verstößen gegen den automatischen Vollstreckungsschutz geltend gemacht werden.

Was passiert ist

Am Dienstag wurde die Petition von Goldman Sachs beim US Supreme Court eingereicht und im Verfahrensregister erfasst.

Goldman Sachs ersucht um die Leitlinien des Gerichts zur Befugnis von Insolvenzgerichten, den FAA dadurch außer Kraft zu setzen, dass sie Schiedsvereinbarungen im Kontext von Section 362(k)-Ansprüchen nicht durchsetzen.

Section 362(k) betrifft Verstöße von Gläubigern gegen den automatischen Vollstreckungsschutz im Insolvenzverfahren und sperrt die meisten gerichtlichen Schritte wie etwa Betreibungen und Klagen.

Die Petition macht geltend, dass diese Frage häufig in Insolvenz- und District Courts auftrete, und legt nahe, dass eine Entscheidung des Supreme Court für die nötige Klarheit sorgen würde.

Kontext

Der Federal Arbitration Act verpflichtet Gerichte grundsätzlich, Schiedsvereinbarungen durchzusetzen.

In einigen Fällen haben Insolvenzgerichte jedoch die Durchsetzung solcher Vereinbarungen verweigert, wenn diese den Zwecken des Insolvenzrechts entgegenstehen, insbesondere im Hinblick auf den automatischen Vollstreckungsschutz, der Schuldner während des Insolvenzverfahrens vor den meisten Rechtsstreitigkeiten schützt.

Section 362(k) sieht Schadensersatz für Gläubiger vor, die den Vollstreckungsschutz verletzen. Ob solche Ansprüche stattdessen zwingend in einem Schiedsverfahren verhandelt werden müssen und nicht im Insolvenzgericht, ist weiterhin ungeklärt.

Warum es wichtig ist

  • Die Entscheidung des Supreme Court könnte klarstellen, wie Insolvenzgerichte mit Schiedsvereinbarungen umgehen. Das könnte sich landesweit auf die Rechte von Gläubigern und Schuldnern auswirken.
  • Eine Entscheidung könnte beeinflussen, wie häufig Schiedsverfahren Insolvenzgerichtszuständigkeit außer Kraft setzen können oder ihr stattdessen weichen müssen - insbesondere bei Fehlverhalten von Gläubigern.

Quellen

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