US Supreme Court erweitert FAA-Ausnahme für Zustellfahrer auf der letzten Meile
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Kurzfassung
- Der US Supreme Court hat einstimmig eine Entscheidung getroffen, die die FAA-Schiedsverfahrensausnahme betrifft.
- Der Fall betraf Flowers Foods, Inc. und Zustellfahrer auf der letzten Meile.
- Die Entscheidung erweitert den Kreis der Verkehrsbeschäftigten, die von der FAA ausgenommen sind.
- Für Arbeitgeber steigt das Risiko im Zusammenhang mit Schiedsverfahren für diese Arbeitnehmer.
Überblick
Am 28. Mai 2026 erließ der United States Supreme Court eine einstimmige Entscheidung in Flowers Foods, Inc. v. Brock, mit der die Ausnahme für Verkehrsbeschäftigte unter dem Federal Arbitration Act (FAA) geklärt und erweitert wurde.
Die Entscheidung wirkt sich auf Schiedsvereinbarungen für Zustellfahrer auf der letzten Meile aus und kann das Risiko von gerichtlichen Auseinandersetzungen für Arbeitgeber im Transportsektor erhöhen.
Was passiert ist
Der Supreme Court prüfte, ob bestimmte Zustellfahrer auf der letzten Meile in den Anwendungsbereich der FAA-Ausnahme für Verkehrsbeschäftigte fallen, die im Rahmen von interstate commerce tätig sind.
In Flowers Foods, Inc. v. Brock entschied das Gericht, dass diese Beschäftigten in die FAA-Ausnahme fallen - auch dann, wenn sie die Waren nur als letzten Schritt einer interstate journey innerhalb eines Bundesstaats ausliefern.
Damit sind Schiedsvereinbarungen mit solchen Fahrern nicht nach der FAA durchsetzbar.
Die Entscheidung ist einstimmig und klärt den Umfang der FAA-Ausnahme für Verkehrsbeschäftigte nach vorangegangenen Streitigkeiten über die Auslegung.
Kontext
Die FAA begünstigt grundsätzlich die Durchsetzbarkeit von Schiedsklauseln in Arbeitsverträgen, nimmt aber ausdrücklich Beschäftigte aus, die in 'foreign or interstate commerce' tätig sind, einschließlich bestimmter Verkehrsbeschäftigter.
Zustellfahrer auf der letzten Meile liefern häufig Waren aus, die interstate unterwegs waren, arbeiten jedoch möglicherweise selbst vollständig innerhalb eines einzigen Bundesstaats.
Ob sie von der FAA-Ausnahme erfasst sind, war bislang ungeklärt.
Die Entscheidung schafft Klarheit und erweitert den Personenkreis, der von einer zwingenden Schiedsverfahrensführung nach der FAA ausgenommen ist.
Warum es wichtig ist
- Arbeitgeber, die Schiedsvereinbarungen mit Zustellfahrern auf der letzten Meile nutzen, können nun einem höheren Risiko ausgesetzt sein, weil solche Vereinbarungen unter der erweiterten FAA-Ausnahme angegriffen werden können.
- Die Entscheidung könnte dazu führen, dass mehr Ansprüche von Arbeitnehmern für ähnliche Tätigkeiten vor Gericht statt im Schiedsverfahren geklärt werden.
