Santiago-Berufungsgericht bestätigt den Schiedsspruch von Alto Maipo gegen Minera Los Pelambres

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Kurzfassung

  • Das Santiago-Berufungsgericht wies die Beschwerde von Minera Los Pelambres gegen die Schiedsrichter zurück.
  • Der Schiedsspruch sprach Alto Maipo in einem Streit um einen langfristigen Energievertrag zu.
  • Minera Los Pelambres focht den Schiedsspruch an und berief sich dabei auf angeblich schwerwiegende Verfahrensmängel sowie eine abweichende Meinung.
  • Das Gericht stellte keine Gründe für ein Disziplinarverfahren gegen die Schiedsrichter oder für das Obsiegen der angefochtenen Entscheidung fest.

Überblick

Am 11. Juli 2026 wies das Santiago-Berufungsgericht eine Beschwerde von Minera Los Pelambres zurück, mit der die Entscheidung eines Schiedsgerichts angegriffen wurde, die in einem Streit über einen langfristigen Energie-Liefervertrag zugunsten von Alto Maipo ausgefallen war.

Was passiert ist

Minera Los Pelambres reichte eine Beschwerde (recurso de queja) gegen die Schiedsrichter ein, die im November 2025 in einem Streit um einen Energie-Liefervertrag entschieden hatten, der bis 2040 laufen soll.

Das Schiedsgericht, gebildet unter dem Centro de Arbitraje y Mediación de la Cámara de Comercio de Santiago (CAM), entschied nach Mehrheitsbeschluss zugunsten von Alto Maipo. Minera Los Pelambres beantragte die Annullierung des Vertrags und machte dafür die Chapter-11-Insolvenzanmeldung von Alto Maipo in den USA geltend; außerdem verlangte es rund 236 Millionen US-Dollar an Schadensersatz.

Das Gericht prüfte die schiedsgerichtliche Entscheidung und stellte fest, dass die Schiedsrichter den geltend gemachten Insolvenztatbestand, die Vertragsbestimmungen und die vorgelegten Beweismittel ordnungsgemäß untersucht hätten.

Das Gericht kam zu dem Ergebnis, dass das Bestehen einer abweichenden Meinung eines Schiedsrichters keine präjudizielle oder unzulässige Vorgehensweise belegt.

Das Berufungsgericht stellte keine Hinweise auf schwerwiegende Pflichtverletzungen oder ein Fehlverhalten der Schiedsrichter fest und wies die Anfechtung zurück; der Schiedsspruch blieb damit zugunsten von Alto Maipo bestehen.

Kontext

Der Streit geht auf eine Vereinbarung aus dem Jahr 2013 zwischen Alto Maipo und Antofagasta Minerals (dem Mutterunternehmen von Los Pelambres) zurück, die eine stabile Stromversorgung für die Bergbaubetriebe sicherstellen sollte. Nachdem Alto Maipo US-Insolvenzverfahren eingeleitet hatte, versuchte Los Pelambres, den Vertrag vorzeitig zu beenden.

Ein weiteres, noch anhängiges Schiedsverfahren befasst sich mit behaupteten Vertragsverletzungen, die mit dem Stillstand des Kraftwerks von Alto Maipo und der anschließenden Notwendigkeit zusammenhängen, für Los Pelambres extern Strom zu beschaffen.

Warum es wichtig ist

  • Die Entscheidung bestätigt das Schiedsverfahren und den Schiedsspruch und schafft damit Klarheit zur Durchsetzbarkeit von Verträgen nach Insolvenzereignissen. Zugleich stärkt sie die Gültigkeit von CAM-verwalter Schiedssprüchen in Chile.
  • Die Entwicklung prägt auch den rechtlichen Rahmen für langfristige Energieverträge zwischen Versorgern und großen Industrie-Clients in Konstellationen, in denen ein Insolvenzszenario eine Rolle spielt.

Quellen

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