Hometap beantragt Schiedsverfahren vor Bundesgerichten in Streitigkeiten um Home-Equity-Investitionen

By ADR Journal Editorial Desk Veröffentlicht Updated 1 Quelle Vereinigte Staaten

Beiträge werden sprachübergreifend gebündelt, in ein festes Format gebracht und mit den Originalquellen verlinkt.

Kurzfassung

  • Hometap sieht sich Sammelklagen in Kalifornien, North Carolina und New Jersey wegen Verträgen zur Home-Equity-Investition gegenüber.
  • Das Unternehmen hat in jedem dieser Bundesstaaten beantragt, die Schiedsgerichtsbarkeit anzuordnen, gestützt auf Vertragsklauseln.
  • Die Kläger machen irreführende Praktiken und unzureichende Offenlegung der Risiken geltend.
  • Über die Anträge auf Schiedsgerichtsbarkeit ist noch nicht entschieden; Verfahren und Rechtsmittel laufen.

Überblick

Der in Boston ansässige Hometap hat in Bundesgerichten in Kalifornien, North Carolina und New Jersey Anträge eingereicht, um die Schiedsgerichtsbarkeit als Reaktion auf Sammelklagen bezüglich seiner Verträge zur Home-Equity-Investition (HEI) durchzusetzen.

Das Unternehmen führt an, dass die Kläger sich darauf verständigt hätten, Streitigkeiten verbindlich per Schiedsverfahren beizulegen, wie es in ihren Verträgen vorgesehen sei. Ziel sei, Sammelklageverfahren auszuschließen und die öffentliche gerichtliche Kontrolle zu verhindern.

In jeder der Zuständigkeiten ist bislang keine Entscheidung ergangen; Verhandlungen und Rechtsmittel laufen.

Was passiert ist

Hometap, ein Unternehmen, das Verträge zur Home-Equity-Investition anbietet, wurde in mindestens drei Sammelklagen in Kalifornien, North Carolina und New Jersey benannt.

Die Klagen machen geltend, dass HEI-Produkte irreführend gewesen seien und Verbraucher die Vertragsbedingungen sowie mögliche Risiken - einschließlich der Möglichkeit, ihr Zuhause zu verlieren - nicht vollständig verstanden hätten.

Hometap hat in jedem dieser Verfahren Anträge in Bundesgerichten gestellt, um die Schiedsgerichtsbarkeit durchzusetzen. Dabei beruft sich das Unternehmen auf Schiedsgerichtsklauseln, die von den Klägern unterzeichnet worden seien.

Gelingt dies, würde die Schiedsverhandlung die Streitigkeiten aus dem öffentlichen Gerichtsverfahren verlagern und verhindern, dass die Verfahren als Sammelklagen fortgeführt werden.

Für den Schiedsgerichts-Antrag von Hometap ist in Kalifornien eine Verhandlung am 29. Oktober angesetzt.

Ähnliche Vorgehensweisen wurden auch von vergleichbaren HEI-Unternehmen genutzt, etwa von Point, mit gemischten gerichtlichen Ergebnissen und weiterhin anhängigen Rechtsmitteln.

Kontext

Verträge zur Home-Equity-Investition (HEI) ermöglichen Hausbesitzern, auf das Eigenkapital an ihrem Grundstück zuzugreifen, ohne eine herkömmliche Finanzierung. Üblicherweise erhalten sie dafür im Gegenzug einen Anteil an der späteren Wertsteigerung der Immobilie.

Kläger und Befürworter argumentieren, dass manche Verbraucher die stark risikoreiche Natur dieser Vereinbarungen nicht vollständig verstehen, und machen geltend, es gebe irreführende Vermarktungspraktiken.

Schiedsgerichtsklauseln werden von Finanzunternehmen häufig genutzt, um das Risiko öffentlicher gerichtlicher Verfahren zu begrenzen.

Warum es wichtig ist

  • Die Durchsetzung der Schiedsgerichtsbarkeit könnte die Zulassung als Sammelklage verhindern und die Verfahren vertraulich halten.
  • Das Ergebnis kann beeinflussen, wie ähnliche HEI-Produkte künftig gerichtlich verhandelt und reguliert werden.
  • Kläger und Verbraucherinteressenvertretungen wenden sich gegen den Einsatz und die Durchsetzbarkeit von Schiedsgerichtsklauseln in komplexen Finanzvereinbarungen.

Quellen

Verwandte Artikel