Brookings-Analyse findet: Schiedsverfahren nach dem No Surprises Act haben 2024 die Gesundheitskosten erhöht
Beiträge werden sprachübergreifend gebündelt, in ein festes Format gebracht und mit den Originalquellen verlinkt. Wie wir berichten.
Kurzfassung
- Brookings-Analyse: Die Preise nach Schiedsverfahren unter dem No Surprises Act stiegen über die In-Network-Preise vor dem Gesetz.
- 2024 lagen die Bildgebungs-Preise nach Schiedsverfahren 767% über den Medicare-Sätzen.
- Anbieter gewannen die Mehrheit der Schiedsverfahren; ihre Angebote wirkten stärker auf die endgültigen Preise als die Angebote der Versicherer.
- Die wichtigsten Anträge kamen von durch Private Equity gestützten Personaldienstleistern und Radiologieanbietern.
Überblick
Eine aktuelle Analyse des Brookings Center on Health Policy hat unter Verwendung von Bundesdaten aus 2023 und 2024 festgestellt, dass nach der Einführung des No Surprises Act (NSA) und seines Schiedsverfahrens zur Beilegung von Zahlungsstreitigkeiten zwischen Gesundheitsdienstleistern und Versicherern die Preise für einige medizinische Leistungen deutlich gestiegen sind. Die Analyse zeigt, dass die Nach-Schieds-Preise für Notfallversorgung, Bildgebung und pädiatrische Intensivversorgung die In-Network-Konditionen vor dem NSA überstiegen, wobei die Entscheidungen häufig die höheren Zahlungsangebote der Anbieter begünstigten.
Was passiert ist
Der 2022 eingeführte No Surprises Act sollte Patienten vor unerwartet hohen Rechnungen schützen. Dazu wurde ein unabhängiges Streitbeilegungsverfahren (IDR) eingeführt - eine Art "baseball-style"-Schiedsverfahren. Dabei reichen Anbieter und Versicherer Angebote ein und ein Schiedsrichter wählt eines aus.
Laut Brookings lagen die durchschnittlichen Bildgebungs-Preise nach Schiedsverfahren im Jahr 2024 767% über den Medicare-Sätzen. Zum Vergleich: Die In-Network-Bildgebungs-Preise vor dem Gesetz lagen bei ungefähr 200% der Medicare-Sätze.
Anbieter gewannen mehr als 90% der Bildgebungs-Schiedsverfahren und ihre Zahlungsangebote - deutlich höher als die der Versicherer - spiegelten sich in den endgültigen Entscheidungen wider.
Die Mehrheit der Schiedsverfahren wurde von durch Private Equity gestützten Personaldienstleistungsgruppen wie Team Health und SCP Health für die Notfallversorgung eingereicht sowie von Radiology Partners für die Bildgebung. Radiology Partners war dabei für mehr als 90% der Bildgebungs-Schiedsverfahren verantwortlich.
Kontext
Der NSA wurde als Reaktion auf Beschwerden von Patienten eingeführt, die "surprise bills" erhielten, wenn sie außerhalb des Netzwerks versorgt wurden, aber Einrichtungen im Netzwerk nutzten. Ziel war es, Zahlungsstreitigkeiten weg von den Patienten durch Schiedsverfahren zwischen Versicherern und Anbietern zu verlagern.
Das Schiedsverfahren und sein zentraler Kennwert - der Qualified Payment Amount (QPA) - stehen in der Kritik. Anbieter argumentieren, es senke Erstattungen ungerechtfertigt, während Versicherer behaupten, Anbieter nutzten das Schiedsverfahren, um Tarife nach oben zu treiben. Rechtsstreitigkeiten über das Schiedsverfahren und die Berechnung des QPA dauern an.
Warum es wichtig ist
- Die Analyse legt nahe, dass das Schiedsverfahren des NSA, das dazu dienen soll, Zahlungen außerhalb des Netzwerks zu steuern und Patienten zu schützen, möglicherweise zu höheren Preisen für Gesundheitsleistungen beigetragen hat.
- Diese Preissteigerungen können zu höheren Versicherungsprämien führen, da frühere Forschungen gezeigt haben, dass der Schiedsmechanismus Milliarden an Systemkosten zusätzlich verursacht hat.
Quellen
-
Prices rose after No Surprises arbitration for some care: analysis
finance.yahoo.com
